Griechenland-Krise

Geordneter Austritt aus der Euro-Zone

Das Szenario: Die Option, die keiner will. Und über die daher auch keiner redet: der geordnete Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Ministerpräsident Tsipras hat bereits angekündigt, über ein neues Reformprogramm der Troika möglicherweise abstimmen zu lassen. Würden die Griechen ablehnen, wäre das de facto die Abstimmung gegen eine Mitgliedschaft in der Währungsunion.

Vorteil: Ein geordneter Austritt ließe sich planen und absichern. Chaos wäre weniger wahrscheinlich. Griechenland und die Euro-Zone könnten sich in wichtigen Punkten abstimmen.

Nachteil: Die wirtschaftlichen Folgen wären kaum besser als bei einem ungeordneten Austritt, heißt es bei Bruegel. „Der Schritt würde einen massiven Einbruch der Wirtschaftsleistung und einen Anstieg der Arbeitslosigkeit nach sich ziehen. Zugleich müssten die meisten Kredite an Griechenland und die griechischen Banken abgeschrieben werden.“

Wahrscheinlichkeit: gering