Griechenland-Krise

Hilfe kommt rechtzeitig

Das Szenario: Griechenland einigt sich mit seinen Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds vor dem Auslaufen des zweiten Rettungspakts Ende Juni doch noch rechtzeitig auf ein Reformprogramm. Die letzte Tranche aus dem zweiten Rettungspaket wird mit einiger zeitlicher Verzögerung ausgezahlt.

Vorteile: Griechenland wäre vorerst wieder einmal gerettet. Die Euro-Zone ebenfalls. Das Land hätte nach den Monaten der Unruhe die Chance auf eine wirtschaftliche Erholung.

Nachteile: Die Haftungsrisiken bei der Griechenland-Rettung für die Geldgeber würden weiter steigen. Im Falle eines Rettungsprogramms in Höhe von 50 Milliarden Euro stünden die deutschen Steuerzahler mit weiteren 13,5 Milliarden Euro in der Haftung. Das größtes Problem aber ist: Die Griechen könnten jetzt viel versprechen und sich später nicht daran halten – wie in der Vergangenheit schon wiederholt erlebt.

Wahrscheinlichkeit: hoch