Energie

Autobauer Tesla bietet Batterien für Hausgebrauch an

Speicher für Strom aus Windkraft kostet 3000 Dollar

Der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla will seine Batterien auch an private Haushalte und Unternehmen verkaufen. Damit könne zum Beispiel Solar- oder Windkraftstrom zur späteren Verwendung gespeichert werden, erläuterte Tesla in der Nacht zum Freitag. Unter den ersten Testkunden auf Unternehmensseite sind der Online-Händler Amazon, der ein Netz aus riesigen Rechenzentren betreibt, sowie der US-Einzelhändler Target. Bei der Einbindung der Batterien ins Stromnetz soll Tesla der Hamburger Ökostrom-Anbieter Lichtblick helfen.

Das Batteriepack für Privathaushalte werde an Installateure vom Sommer an für 3000 Dollar vertrieben, kündigte Teslas Gründer und Chef Elon Musk an. Der 18 Zentimeter dicke Stromspeicher soll an die Wand montiert werden und in verschiedenen Farben lieferbar sein. Die Batterien könnten auch nützlich werden, wenn sich smarte Energienetze mit schwankenden Tarifen ausbreiten. Dann könnten die Kunden den Strom speichern, wenn er am günstigsten ist. Die Tesla-Batterien sollen nach dem Verkaufsstart in den USA auch international verkauft werden.

Tesla und Lichtblick kooperieren zunächst in Deutschland und wollen die Zusammenarbeit danach auf die EU sowie die USA, Australien und Neuseeland ausdehnen. Der Gründer und Chef von Lichtblick, Heiko von Tschischwitz, bezeichnete die Tesla-Batterien als Meilenstein für eine dezentrale Energieversorgung. Sein Unternehmen vernetze lokale Batterien zu einem Schwarm-Strom-Speicher.

Tesla baut gerade eine fünf Milliarden Dollar teure Batteriefabrik in Kalifornien. Sie soll zum Jahr 2020 eine halbe Million Batteriepakete pro Jahr produzieren können.

Der 43-jährige Musk, der für ambitionierte Pläne bekannt ist, schätzte, dass man 160 Millionen große Batterien benötige, um die Stromversorgung der gesamten USA umzustellen. Der Strom bei der Präsentation in Südkalifornien kam komplett aus Teslas Batteriepaketen.