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Onlinehändler geben Energielabel von Elektrogeräten oft nicht an

Zahlreiche Onlinehändler geben bei neuen Elektrogeräten nicht das Energielabel an, obwohl dies seit Jahresanfang vorgeschrieben ist.

Nur ein Teil der Anbieter hält sich an die neuen Regeln, wie eine am Dienstag in Berlin veröffentlichte Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ergab. Lediglich ein Drittel der 20 untersuchten Onlineshops stellte den Verbrauchern demnach alle Informationen zur Verfügung.

Seit Anfang des Jahres müssen auch Onlinehändler bei neuen Elektrogeräten, die ab diesem Jahr auf den Markt gekommen sind, das Energielabel und das Produktdatenblatt mit weiterführenden Informationen im Internet anzeigen. Bislang war dies nur für den Einzelhandel Pflicht. Zuvor mussten im Internet lediglich einige Informationen wie die Effizienzklassen angegeben werden.

Für ihr Projekt „MarktChecker“ haben vzbv und BUND im März 20 große Internethändler, die Elektrogeräte wie Fernseher, Kühlschränke oder Waschmaschinen anbieten, überprüft und dabei mehr als 3200 Produkte unter die Lupe genommen. Bei vier Händlern wurde das Energielabel den Angaben zufolge überhaupt nicht gezeigt, bei sechs weiteren fand sich kein Produktdatenblatt. Positiv bewertet wurde aber, dass immerhin sieben Händler bereits freiwillig nahezu alle ihre Produkte mit dem Energielabel kennzeichneten – unabhängig davon, seit wann diese auf dem Markt sind.

„Verbraucher sollten beim Kauf im Internet immer darauf achten, dass das Energielabel angegeben ist“, riet vzbv-Energiereferentin Johanna Kardel. Sie räumte ein, dass derzeit die Verwirrung im Netz noch groß sei. Neben dem aktuellen Energielabel fänden sich parallel entweder veraltete oder gar keine Angaben zum Energieverbrauch.