Volkswagenkonzern

Winterkorn spürt „Rückenwind“ nach Sieg im Machtkampf

Nach dem gewonnenen Machtkampf um die Spitze des VW-Konzerns sieht Vorstandschef Martin Winterkorn sich und das Unternehmen gestärkt.

„Dieser Vertrauensbeweis ist Rückenwind auf unserem Weg, Volkswagen zum erfolgreichsten Automobilkonzern der Welt zu machen“, sagte Winterkorn der „Bild am Sonntag“. Das sechsköpfige Präsidium des VW-Aufsichtsrats hatte sich am Freitag für den Verbleib des 67-Jährigen an der Konzernspitze und eine Vertragsverlängerung für ihn ausgesprochen.

Der Volkswagenkonzern muss auf dem wichtigen US-Markt einem Finanzanalysten zufolge seit Jahren auch finanzielle Verluste verkraften. Die Kernmarke VW Pkw, die in den USA vor allem für die Modelle Jetta, Passat und Beetle bekannt ist, hat demnach nicht nur die bekannten Absatz-, sondern auch Gewinnprobleme. „In den letzten zehn Jahren sind die Ergebnisse der Pkw-Kernmarke in den USA in der großen Mehrheit in den roten Zahlen gewesen“, sagte Frank Schwope von der NordLB. Auf dem weltweit zweitgrößten Markt USA schwächelt die Kernmarke seit Längerem. Selbst Subaru verkauft dort mehr als Europas Marktführer.

Volkswagen weist die Gewinne für einzelne Regionen seit 2007 – dem Antrittsjahr Martin Winterkorns als Vorstandschef – nicht mehr aus. Für 2006 hatte der Konzern vor Zinsen und Steuern (Ebit) 607 Millionen Euro Verlust in den USA verkraften müssen. Die aktuelle Entwicklung ist ungenannt.