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Umfrage: Jedes zweite Unternehmen Opfer digitaler Angriffe ++ Richter: GM haftet nicht für Tote durch defekte Zündschlösser ++ Handwerk: Deutlich weniger Bäcker und Fleischer in Deutschland

Jedes zweite Unternehmen Opfer digitaler Angriffe

Rund jedes zweite Unternehmen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge in den vergangenen zwei Jahren Opfer von digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden. Besonders betroffen seien die Autoindustrie, die Chemie- und die Pharmabranche, teilte der IT-Verband Bitkom am Donnerstag mit. Der deutschen Wirtschaft sei dadurch ein jährlicher Schaden von rund 51 Milliarden Euro entstanden. Einbußen hätten die Unternehmen durch Plagiate, Patenrechtsverletzungen und den Verlust von Wettbewerbsvorteilen. Zudem müssten Geräte ersetzt und Störungen im Betriebsablauf aufgefangen werden. Vor allem mittelständische Firmen schützten sich nicht ausreichend, erklärte Bitkom-Präsident Dieter Kempf.

GM haftet nicht für Tote durch defekte Zündschlösser

Der größte US-Autohersteller General Motors könnte im Rechtsstreit um defekte Zündschlösser mit tödlichen Unfallfolgen Entschädigungen in Milliardenhöhe entkommen. Richter Robert E. Gerber entschied am Mittwoch in New York, das Unternehmen könne für die meisten Opfer nicht haftbar gemacht werden. Grund ist die Insolvenz, die der Konzern 2009 durchlaufen hatte. Die aus der Insolvenz hervorgegangene Firma könne nicht für die Fehler ihrer Vorgängergesellschaft verantwortlich gemacht werden. Wegen einer Fehlfunktion konnten die Zündschlüssel bei Fahrzeugen von GM in voller Fahrt in die Aus-Position springen. Mindestens 84 Tote werden damit in Zusammenhang gebracht.

Deutlich weniger Bäcker und Fleischer in Deutschland

In Deutschland hat sich die Zahl der Fleischereien, Bäckereien und Konditoreien in den vergangenen 20 Jahren fast halbiert. Während es im Jahr 1995 noch knapp 56.000 Betriebe gab, waren es im Jahr 2014 nur noch rund 30.500 Betriebe, wie aus einer am Donnerstag vom Bundestagspressedienst veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervorgeht. Die Zahl der Mitarbeiter sank demnach weniger stark: Im Jahr 1995 arbeiteten in den Betrieben den Angaben zufolge knapp 572.000 Menschen, im vergangenen Jahr rund 530.000. Die Bundesregierung verwies zur Erklärung auf eine Strukturveränderung im Lebensmittelhandwerk.