Nachrichten

Wirtschaft

Luftverkehr: Passagierzahl in Tegel und Schönefeld steigt weiter ++ Umfrage: Großteil der Personaler setzt auf Online-Bewerbungen ++ Arbeitszeiten: Post und Verdi starten zweite Tarifrunde ++ Musikgeschäft: Digitale Einnahmen übertrumpfen CD-Erlöse

Passagierzahl in Tegel und Schönefeld steigt weiter

An den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld stehen auch im Jahr 2015 die Zeichen weiter auf Wachstum. In den ersten drei Monaten zählten die Betreiber gut sechs Millionen Passagiere, dies ist ein Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Wie das Unternehmen am Dienstag in Schönefeld mitteilte, stieg die Zahl der Starts und Landungen um 2,5 Prozent auf rund 57.000. Stärker als der überlastete Flughafen Tegel legt allerdings weiterhin Schönefeld zu. Zum Wachstum in den ersten drei Monaten dürfte auch beigetragen haben, dass die Osterferien in diesem Jahr bereits im März begannen. 2014 lagen sie im April.

Großteil der Personaler setzt auf Online-Bewerbungen

Klassische Bewerbungsmappen mit Unterlagen auf Papier werden in Personalabteilungen einer Umfrage zufolge immer unbeliebter. Branchenübergreifend bevorzugen knapp 60 Prozent der Personalchefs eine Bewerbung per Internet, wie aus einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervorgeht. Nur noch rund jedes vierte Unternehmen wünscht sich explizit schriftliche Bewerbungsunterlagen; 15 Prozent haben keine Präferenz. Die Zahlen zeigten, dass nun „auch das Personalwesen digitalisiert“ werde, erklärte Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. Vor drei Jahren hatten noch 40 Prozent der Unternehmen per Post zugesandte Papierunterlagen favorisiert.

Post und Verdi starten zweite Tarifrunde

Deutsche Post und Verdi verhandeln erneut über die Forderung der Gewerkschaft nach kürzeren Arbeitszeiten für rund 140.000 Beschäftigte. Ob bei den Gesprächen in Berlin eine Annäherung erreicht werden kann, ist ungewiss. Verdi hatte im Vorfeld ein verhandlungsfähiges Angebot angemahnt und mit Warnstreiks von Brief- und Paketzustellern den Druck erhöht. Die Gewerkschaft fordert eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeiten auf 36 Wochenstunden mit vollem Lohnausgleich. Hintergrund ist der Aufbau eines flächendeckenden Netzes für die Paketzustellung und eine Auslagerung von Jobs in Tochterfirmen mit niedrigem Lohnniveau.

Digitale Einnahmen übertrumpfen CD-Erlöse

Die Plattenfirmen in aller Welt haben im vergangenen Jahr erstmals mehr Geld mit digital verbreiteter Musik eingenommen als mit dem Verkauf von CDs. Das gab der Verband der Musikunternehmen (IFPI) in London bekannt. Insgesamt gaben die Umsätze wegen weiter zurückgehender CD-Verkäufe leicht um 0,4 Prozent auf 14,97 Milliarden Dollar (14,17 Milliarden Euro) nach. In Deutschland, dem weltweit drittgrößten Musikmarkt, stiegen die Erlöse um 1,9 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Hier kommen 70 Prozent der Einnahmen noch aus CDs. Die Branche geht davon aus, dass künftig das Geschäft mit Streams die Downloads deutlich überholen und der Musikkanal der Zukunft sein wird.