Tarifstreit

Warnstreiks begleiten Tarifverhandlungen für Kita-Erzieher

Begleitet von Warnstreiks und Demonstrationen sind die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst in Kommunen weitergegangen.

In der dritten Verhandlungsrunde in Düsseldorf ging es am Donnerstag um die Eingruppierungen von Erziehern und Kinderpflegern.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die mehr als 220.000 Beschäftigten eine höhere Eingruppierung und damit im Durchschnitt eine Gehaltserhöhung von zehn Prozent. Die Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) lehnen eine pauschale Erhöhung in der Höhe jedoch ab. Die Forderung summiere sich für Kommunen auf Mehrkosten von 1,2 Milliarden Euro pro Jahr, hieß es.

Die Gewerkschaft begründet ihren Anspruch mit den gestiegenen Anforderungen: In Kitas etwa gehörten Sprachtests, frühkindliche Bildung oder Arbeit mit den Eltern zum Alltag. „Das drückt sich schon lange nicht mehr in der Bezahlung aus“, sagte Verdi-Verhandlungsleiter Onno Dannenberg. Mit einem Ergebnis wurde bis Donnerstagabend nicht gerechnet; die Tarifparteien haben bis zum 12. Mai bereits weitere Treffen vereinbart.

Parallel zu den Verhandlungen gab es erneut Warnstreiks. In Düsseldorf blieben 20 von 101 kommunalen Kindertagesstätten dicht. In Thüringen legten nach Gewerkschaftsangaben Erzieherinnen in 26 Kitas der Städte Erfurt und Gotha für einen Tag die Arbeit nieder. In Sachsen-Anhalt beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 120 Erzieher der städtischen Kitas in Magdeburg und Burg an dem Ausstand.

In dem Tarifstreit verhandelt Verdi auch für die GEW. Außerdem vertritt der DBB Beamtenbund angestellte Erzieher und Sozialarbeiter.