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Autoindustrie: 150 Millionen Euro für Unfalltod eines Kindes ++ Streik: Großteil der Osterpost soll rechtzeitig ankommen ++ Markenrecht: Firma Pudel muss ihr Logo wegen Puma löschen

150 Millionen Euro für Unfalltod eines Kindes

Ein US-Gericht hat einer Familie nach dem Unfalltod ihres vierjährigen Kindes in einem Chrysler-Jeep eine Entschädigung von 150 Millionen Dollar zugesprochen. Nach einem knapp zweiwöchigen Verfahren urteilten die Geschworenen am Donnerstag im US-Bundesstaat Georgia, der Autohersteller sei für den Tod des Kindes im Jahr 2012 haftbar. Die Firma, die mittlerweile zum Konzern Fiat Chrysler gehört, habe versäumt, Kunden davor zu warnen, dass es bei einem Auffahrunfall wegen des Benzintanks im hinteren Teil des Fahrzeugs eher zu einem Feuer kommen könne. Ein Sprecher von Fiat Chrysler sagte, das Unternehmen sei nicht einverstanden mit dem Urteil und erwäge es anzufechten.

Großteil der Osterpost soll rechtzeitig ankommen

Postkunden können sich Hoffnung machen, trotz der anhaltenden Streiks der Brief- und Paketboten ihre Ostergrüße rechtzeitig zu erhalten. Nach ersten Einschätzungen seien die Folgen des Warnstreiks am Donnerstag für die Kunden sehr gering, teilte die Post mit. Es seien weniger als zehn Prozent der Brief- und Paketsendungen von dem Streik betroffen. Das seien rund 4,8 Millionen Briefe und 240.000 Pakete, die wegen des Feiertags erst am Samstag zugestellt werden könnten. Nach Angaben der Post nahmen am zweiten Tag der Warnstreiks rund 5000 von insgesamt mehr als 90.000 Zustellern an den Arbeitsniederlegungen teil. Die Gewerkschaft Verdi berichtete indes von rund 10.000 Streikenden.

Firma Pudel muss ihr Logo wegen Puma löschen

Die Rufausnutzung von Puma ist Pudels Markenkern – trotz Persiflage. So lautet kurz gefasst das am Donnerstag verkündete Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) im Streit zwischen dem Sportartikelhersteller Puma und der Bekleidungsfirma Pudel. Die muss nun auf Verlangen von Puma ihr eingetragenes Hundelogo löschen, weil es zu sehr der springenden Raubkatze ähnelt, für die Puma bekannt ist. (Az: I ZR 59/13) Laut BGH kann ein Markeninhaber die Löschung einer anderen Marke auch dann verlangen, wenn keine Verwechslungsgefahr vorliegt, „der Grad der Ähnlichkeit zwischen den beiden Marken jedoch so groß ist, dass die beteiligten Verkehrskreise sie gedanklich miteinander verknüpfen“.