Statistik

Weniger als drei Millionen Arbeitslose

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Erstarkende deutsche Wirtschaft sorgt für viele neue Jobs – auch in Berlin und Brandenburg

Der milde Winterausklang und die robuste Konjunktur haben die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten März-Stand seit 24 Jahren sinken lassen. Zum Frühjahrsbeginn waren in Deutschland 2,932 Millionen Männer und Frauen ohne Job; das sind 85.000 weniger als im Februar und 123.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 6,8 Prozent zurück.

In Berlin ist die Arbeitslosigkeit im März auf den niedrigsten Stand seit 23 Jahren gesunken. 202.253 Frauen und Männer waren arbeitslos gemeldet, 2826 weniger als im Februar. Die Quote sank damit um 0,2 Prozentpunkte auf 11 Prozent.

„Die anhaltende Wirtschaftsdynamik in der Stadt führt zu einem weiteren Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und bietet damit auch Arbeitslosen gute Jobchancen“, sagte Jutta Cordt, die Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote noch bei 11,7 Prozent gelegen. In Brandenburg betrug die Quote 9,3 Prozent und lag damit um 0,5 Punkte unter der des Vormonats. Insgesamt waren 124.157 Brandenburger arbeitslos gemeldet, fast 5500 weniger als im Februar und fast 12.500 weniger als im März 2014.

Nach Einschätzung von BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise profitiert der Arbeitsmarkt verstärkt von der konjunkturellen Aufwärtsentwicklung. Viele Firmen seien gut ausgelastet und schafften neue Stellen, wie die Beschäftigtenstatistik zeige. „Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen bleibt hoch“, unterstrich Weise. Hinzu komme die im Frühjahr übliche saisonale Aufwärtsentwicklung. Diese werde aber wegen des milden Winters in diesem Jahr nicht so stark ausfallen wie sonst.

Zufrieden zeigte sich am Dienstag auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD): „Der Arbeitsmarkt ist in guter Verfassung und profitiert von der starken wirtschaftlichen Entwicklung.“ Diesen Schub nutze die Regierung nun aus, um auch für jene bessere Chancen auf Beschäftigung zu schaffen, die von der guten Entwicklung bisher noch nicht profitiert hätten.