Nachhaltigkeit

Zufriedenheit der Mitarbeiter bringt Managern Extra-Boni

Dass Volkswagen-Chef Martin Winterkorn der bestbezahlte Vorstandsvorsitzende der Dax-Konzerne ist, liegt nicht allein daran, dass er VW zum zweitgrößten Automobilhersteller der Welt gemacht hat, sondern auch am Votum seiner Angestellten. Denn sein Bonus ist von jährlichen Mitarbeiterbefragungen abhängig.

Steigt das „Stimmungsbarometer“, steigt auch das Chefgehalt.

Volkswagen gehört zur wachsenden Zahl von Unternehmen, die ihre Führungskräfte auch danach bezahlen, ob sie die Zufriedenheit von Mitarbeitern und Kunden steigern, Frauen fördern und gesellschaftliche und ökologische Ziele erreichen. „Wie nachhaltig ein Unternehmen geführt wird, ist zunehmend wichtiger für die Ermittlung der Vorstandsvergütung“, sagt Alexander von Preen von der Gummersbacher Managementberatung Kienbaum. Gegenwärtig machten nicht finanzielle Kennziffern und strategische Ziele der Nachhaltigkeit bei Dax-Unternehmen zehn bis 15 Prozent der Vergütung aus.

„Wenn wir so weit sind, nicht finanzielle Ziele in die Vorstandsvergütung zu integrieren, dann hat sich wirklich viel getan in den vergangenen Jahren“, sagt Axel von Werder von der TU Berlin. Auch wenn die weichen Faktoren weit schwerer zu bewerten seien als Umsatz oder Gewinn, so sei allein die grundsätzliche Zielsetzung positiv, sagt von Werder. „Sobald die Ziele einmal festgehalten sind, stehen sie auf der Agenda innerhalb des Unternehmens, und Aufsichtsrat und Vorstand werden beginnen, über diese Ziele zu reden“, so der Forscher.

( T.K. )