Technologie

Facebook baut seinen Kurzmitteilungsdienst aus

Facebook baut seinen Kurzmitteilungsdienst Messenger mit neuen Funktionen deutlich aus.

So sollen Verknüpfungen mit anderen Apps das Teilen animierter Bilder, Videos und anderer Multimedia-Inhalte vereinfachen, wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg ankündigte. Auch will das der US-Konzern Unternehmen dazu bringen, den Kurzmitteilungsdienst für Nachrichten an ihre Kunden zu nutzen und zum Beispiel auch Beschwerden entgegenzunehmen.

Mit einem Erfolg der Ausbaupläne könnte Facebook die Nutzer dazu bringen, noch mehr Zeit auf seiner Plattform zu verbringen und Teile ihrer täglichen Kommunikation zum Beispiel aus der E-Mail in den Messenger zu verlegen. Facebook hat weltweit knapp 1,4 Milliarden Nutzer, der Messenger kommt auf über 600 Millionen.

Die Facebook-Anwendungen bekommen einen neuen Videoplayer. Das Online-Netzwerk bietet verstärkt an, die Videos direkt bei ihm hochzuladen und tritt damit in Konkurrenz zur Google-Plattform YouTube. Außerdem steht Videowerbung mehr im Fokus, und App-Entwickler bekommen kostenlose Software-Werkzeuge, um die Aktivität ihrer Nutzer auszuwerten.

Zuckerberg kündigte bei der Entwicklerkonferenz F8 in San Francisco außerdem an, dass bei Facebook bald auch 360-Grad-Videos unterstützt werden sollen. Dabei werde in Zukunft auch die Technologie hinter der 3D-Brille Oculus eine Rolle spielen, die das Eintauchen in virtuelle Welten erlaubt.

Facebook hatte Oculus 2014 für rund zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) gekauft. Zuckerberg hofft, dass die Technologie bei Unterhaltung und Lernen zum Einsatz kommt. Ein Studio experimentiert bereits mit animierten Kurzfilmen für die Brille. Bisher wird sie allerdings nur in einem Bausatz für Entwickler angeboten. Wann Verbraucher sie kaufen können, ist unklar.