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Gericht: Alkoholiker hat Anspruch auf Lohnfortzahlung ++ Verkehr: Jedes zehnte Fahrrad in Deutschland ist ein E-Bike ++ Chemieindustrie: Gewerkschaft droht mit Scheitern der Gespräche ++ Betriebssystem: Microsoft will Windows 10 im Sommer starten

Alkoholiker hat Anspruch auf Lohnfortzahlung

Arbeitgeber müssen alkoholabhängigen Beschäftigten sechs Wochen lang das Gehalt weiterzahlen, wenn diese wegen ihrer Sucht krankgeschrieben sind. Sucht und Rückfälle seien in der Regel nicht als Selbstverschulden zu werten, das den Anspruch auf Lohnfortzahlung koste, entschied am Mittwoch das Bundesarbeitsgericht in Erfurt (10 AZR 99/14). Das Gericht wies die Revision eines Baubetriebs aus Nordrhein-Westfalen zurück, der einem alkoholkranken Mitarbeiter nach einem Rückfall die Lohnfortzahlung verweigert hatte. Stattdessen war die Krankenkasse eingesprungen. Ein medizinisches Sachverständigengutachten müsse klären, ob Selbstverschulden vorliege, so das Gericht.

Jedes zehnte Fahrrad in Deutschland ist ein E-Bike

In Deutschland sind mehr Elektrofahrräder unterwegs. 480.000 Stück seien im vergangenen Jahr verkauft worden und damit 70.000 mehr als 2013, sagte der Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV), Siegfried Neuberger, am Mittwoch in Berlin. Damit seien die eigenen Prognosen weit übertroffen worden. Gründe waren Neuberger zufolge gute Wetterbedingungen für Radfahrer und weiterentwickelte Batterie- und Antriebssysteme. Jedes zehnte Fahrrad sei mittlerweile ein E-Bike. Der Gesamtbestand liegt bei rund 2,1 Millionen. Laut dem Verband stieg bundesweit die Zahl der Fahrräder binnen eines Jahres um eine Millionen auf 72 Millionen.

Gewerkschaft droht mit Scheitern der Gespräche

Die Gewerkschaft IG BCE hat mit einem Platzen der Tarifgespräche für die etwa 550.000 Beschäftigten in der deutschen Chemieindustrie gedroht. Wenn die Arbeitgeber bei den zentralen Verhandlungen am 26. März in Stuttgart bei ihrer bisherigen Linie blieben, dann scheiterten sie, sagte IG BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann am Mittwoch in Hannover in einer Telefonkonferenz. Das Angebot der Arbeitgeber von 1,6 Prozent mehr Geld sei eine Provokation. „Das Angebot gibt eine konfrontative Stimmung im Arbeitgeberlager wieder.“ Nächste Woche gebe es noch eine Chance, eine Lösung zu finden, sagte Hausmann. Wenn das nicht klappt, kommt als nächster Schritt die Schlichtung.

Microsoft will Windows 10 im Sommer starten

Der US-Softwarekonzern Microsoft will sein neues Betriebssystem Windows 10 im Sommer in 190 Ländern und in 111 Sprachen auf den Markt bringen. Dies teilte Microsoft-Manager Terry Myerson in der Nacht zum Mittwoch im Firmenblog mit. Mit Windows 10 will Microsoft ein Betriebssystem schaffen, das auf klassischen PCs und Laptops und auf Smartphones, Tablet-Computern und der Spielekonsole Xbox läuft. Die einheitliche Plattform soll das Leben für Nutzer und Programmierer einfacher machen. Ein genaues Datum für den Start nannte Microsoft nicht. Bei der Entwicklung wird versucht, die Fehler vom Vorgängersystem Windows 8 zu vermeiden.