Tarifstreit

GDL-Chef Weselsky droht ein interner Machtkampf

Claus Weselsky, Chef der Lokführergewerkschaft GDL, muss sich auf einen internen Machtkampf gefasst machen.

Der von Weselsky nach heftigem Gerangel um die Führung der Gewerkschaft betriebene Rausschmiss seines ehemaligen Vizes, Thorsten Weske, ist nach Informationen der Berliner Morgenpost unwirksam. Zu diesem Ergebnis kam das Frankfurter Landgericht am Freitag. Weske hatte gegen den Verlust seines Amts geklagt. Nach Verkündung des Urteils zeigte sich Weske kämpferisch. Der Berliner Morgenpost sagte er: „Ich bin weiterhin stellvertretender Bundesvorsitzender der GDL, auch wenn ich an der Ausübung des Amtes durch den derzeit amtierenden geschäftsführenden Vorstand seit meiner Abberufung gehindert wurde.“ Damit deutet sich an, dass Weske den Führungsanspruch Weselskys erneut infrage stellt. Weske kritisierte unter anderem die harte Gangart der GDL im aktuellen Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn. Die mehrfachen massiven Streiks der Lokführer nannte er falsch und schädlich für Deutschlands älteste Gewerkschaft.