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Verhandlungen: Beginn des Lokführerstreiks bleibt weiterhin offen ++ Arbeitslosenversicherung: Wirtschaft dringt auf weitere Beitragssenkung

Beginn des Lokführerstreiks bleibt weiterhin offen

Der Beginn des neuerlichen Lokführerstreiks bleibt für Bahnreisende und Pendler ungewiss. Am Mittwoch hatte die Gewerkschaft GDL beschlossen, dass es grundsätzlich neue Streiks geben soll. Sowohl den Starttermin als auch die geplante Dauer ließ sie aber bis zum Sonntagabend offen. Vor der Entscheidung der GDL-Spitzengremien hatte GDL-Chef Claus Weselsky von rund 100 Stunden Arbeitskampf gesprochen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt rügte die Streikankündigung. „Wer plant, 100 Stunden zu streiken, sollte beweisen, dass er 100 Stunden ernsthaft verhandeln kann“, sagte der CSU-Politiker der „Bild am Sonntag“.

Wirtschaft dringt auf weitere Beitragssenkung

Angesichts der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eine Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. „Wir sehen für das laufende Jahr einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit um 50.000 und ein Beschäftigungsplus von 200.000 Personen“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der „Wirtschaftswoche“. „Wenn es in der Arbeitslosenversicherung dauerhaft Überschüsse gibt, dann sollten diese den Beitragszahlern zurückgegeben werden, also den Versicherten und den Unternehmen.“ Dadurch könnten die Unternehmen zumindest ein wenig entlastet werden, wenn schon die Kosten durch den Mindestlohn stiegen.