Marketing

Apple baut Verkaufsfläche in Edelkaufhaus

Spekulationen um Vertrieb der neuen Uhr und E-Auto-Pläne

Mit seiner neuen Apple Watch dürfte der iPhone-Konzern neue Verkaufswege beschreiten. Offenbar will Apple seine Smartwatch auch im Nobelkaufhaus Galeries Lafayette in Paris verkaufen. Die französische Website Mac4Ever berichtet von einer Sonderverkaufsfläche, die seit Anfang Februar im ersten Stock des Kaufhauses hinter einer Abschirmung errichtet wird. Möglicherweise soll es auch noch weitere Verkaufsflächen am Prachtboulevard Champs-Élysées geben.

Dies wäre dann das erste größere Projekt von Angela Ahrendts, die Apple vom Modeunternehmen Burberry abgeworben hatte, eigens mit der Aufgabe, sich um den Vertrieb und die Apple Stores zu kümmern. Im vergangenen April hatte Ahrendts ihre Arbeit bei Apple begonnen. Dem Bericht zufolge hat sie das Projekt in Paris überwacht.

Gehäuse aus Gold

Dass Apple mit seiner Smartwatch neue Wege geht, ist nicht überraschend. Schon zur Präsentation der Uhr im vergangenen September hatte Apple neben Journalisten auch Modeblogger nach Cupertino geladen, wo Apple seinen Sitz hat. Ende September zeigte Apple dann seine Smartwatch in der Boutique Colette während der Fashion Week in Paris. Sogar Apples Chefdesigner Jonathan Ive kam in die Seine-Metropole, um die Apple Watch unter anderem Karl Lagerfeld vorzustellen.

Von Anfang an betone Apple, dass die Uhr ein Modeobjekt ist. Tatsächlich wird es eine Variante geben, deren Gehäuse aus 18 Karat Gold gefertigt ist. Verkaufsstart für die Apple Watch ist der kommende April. Beobachter erwarten, dass Apple weitere Details während einer Präsentation im März verraten wird. Wie das „Wall Street Journal“ berichtete, hat Apple bei seinen Lieferanten in Asien etwa sechs Millionen Apple Watches bestellt, die Hälfte davon als Einstiegsmodell, das 349 Dollar kosten soll.

Zudem könnte Apple laut einem Medienbericht bereits in etwa fünf Jahren den Markt für Elektroautos aufmischen. Der iPhone-Konzern treibe sein Entwicklerteam an, die Produktion schon 2020 zu starten, schrieb der Finanzdienst Bloomberg in der Nacht auf Freitag unter Berufung auf informierte Personen. Der Zeitrahmen zeige, dass Apple ehrgeizige Ziele verfolge: Normalerweise liege die Entwicklungszeit für neue Fahrzeuge bei fünf bis sieben Jahren.