Statistik

Deutschland treibt Wachstum in Euro-Zone an

Angeschoben von Deutschland hat die Wirtschaft im Euro-Raum zum Jahresende wieder etwas Fahrt aufgenommen.

Wie das europäische Statistikamt Eurostat berichtete, stieg die Wirtschaftsleistung (BIP) in der Euro-Zone im Schlussquartal 2014 um 0,3 Prozent zum Vorquartal. Im Gesamtjahr 2014 wuchs das BIP in der Euro-Zone um 0,9 Prozent.

„Dazu trug wesentlich das Schwergewicht Deutschland bei“, sagte Allianz-Ökonomin Claudia Broyer. Denn das deutsche Bruttoinlandsprodukt legte im Schlussvierteljahr im Vergleich zum Vorquartal überraschend kräftig um 0,7 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Experten hatten 0,2 bis 0,3 Prozent erwartet. Wichtigste Wachstumstreiber in Deutschland waren nach den Angaben der Statistiker erneut die Verbraucher, die ihre Konsumlust nochmals merklich steigerten. Zudem investierten auch die Unternehmen wieder mehr.

Die Euro-Partnerländer, die fast die Hälfte der deutschen Importe liefern, profitierten vom steigenden Import Deutschlands. So wuchs die Wirtschaft in Spanien im Schlussquartal 2014 um 0,7 Prozent, in Portugal um 0,5 Prozent. Noch ist das Wachstum im Euro-Raum aber sehr ungleichmäßig. Die Wirtschaftsleistung in der zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft Frankreich stieg nur um 0,1 Prozent. Die Nummer drei im Euro-Raum, Italien, stagnierte. In Zypern (minus 0,7 Prozent) und Griechenland (minus 0,2 Prozent) schrumpfte die Wirtschaft sogar.

Dank des überraschend starken Schlussquartals korrigierten die Wiesbadener Statistiker den deutschen BIP-Anstieg im Gesamtjahr leicht von 1,5 Prozent auf 1,6 Prozent nach oben. Auch die Aussichten für 2015 haben sich spürbar verbessert. Experten rechnen daher auch für 2015 mit einem robusten Wachstum der deutschen Wirtschaft.