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Regeln für die Abschreibung

Preisgrenze Ob der Computer und andere Arbeitsmittel gleich im ersten Jahr steuerlich geltend gemacht werden können, hängt vom Preis ab. Kostet ein Arbeitsmittel ohne Mehrwertsteuer weniger als 410 Euro (beziehungsweise 487,90 Euro einschließlich Mehrwertsteuer), akzeptieren die Finanzbeamten die Ausgaben komplett im ersten Jahr.

Nutzungsdauer Übersteigen die Aufwendungen diesen Betrag, müssen diese auf die voraussichtliche Nutzungsdauer des Gerätes verteilt werden. Wie hoch diese ausfällt, können Steuerzahler den sogenannten Afa-Tabellen entnehmen. Diese finden sie auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums unter www.bundesfinanzministerium.de.

Beispielrechnung Im ersten Jahr entscheidet der Monat des Kaufs darüber, welchen Betrag die Finanzbeamten abnicken. Ein Beispiel: Wer im November einen Computer für 900 Euro erwirbt, muss diesen über drei Kalenderjahre abschreiben. Die Berechnung ist etwas kompliziert: Zunächst wird die Summe gedrittelt: 300 Euro. Im ersten Jahr akzeptieren die Finanzbeamten jedoch lediglich eine Abschreibung für die Monate, die der Computer tatsächlich gebraucht wurde. In diesem Fall für November und Dezember jeweils ein Zwölftel von 300 Euro, also 50 Euro. Übrig bleiben für die Abschreibung in den weiteren beiden Kalenderjahren 850 Euro.

Zusatzgeräte Geräte, die nur zusammen mit dem Computer genutzt werden können, wie beispielsweise Beamer oder Drucker, müssen Steuerzahler zusammen mit dem PC abschreiben – auch wenn die Ausgaben für die Peripheriegeräte unter 410 Euro ohne Mehrwertsteuer liegen.