Aktienmarkt

Tele Columbus setzt Preisspanne für Börsengang fest

Der drittgrößte deutsche Kabelanbieter Tele Columbus will seine Aktien in einer Spanne von acht bis zwölf Euro an die Börse bringen.

Das Unternehmen teilte am Montagabend mit, die Zeichnungsfrist laufe vom 13. bis 21. Januar, die Zulassung der Aktien zum Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse sei für den 23. Januar geplant. Verkauft werden sollen bis zu 52 Millionen Aktien, davon bis zu 37,5 Millionen Euro aus einer Kapitalerhöhung und gut 15 Millionen aus dem indirekten Besitz der Alteigentümer. Der Emissionserlös würde damit etwa 400 bis 600 Millionen Euro betragen.

Tele Columbus hatte seinen Gang an den Aktienmarkt im Oktober vorigen Jahres kurz vor der Fertigstellung des Emissionsprospektes gestoppt, weil die Börsen auf Talfahrt gegangen waren. Die Eigentümer von Tele Columbus sind Banken und Hedgefonds, die im Zuge der Sanierung 2009 Kredite in Eigenkapital getauscht hatten. Ein Verkauf an Kabel Deutschland war 2013 am Widerstand des Kartellamts gescheitert. Tele Columbus spricht unterdessen nicht über einen Verkauf des Unternehmens. „Einen Dual Track kann ich definitiv ausschließen“, sagte Unternehmenschef Ronny Verhelst. Nach dem Sprung an den Aktienmarkt könne er sich die Übernahme von anderen Unternehmen vorstellen. „Größe ist in unserer Branche wichtig.“