Gewerkschaften

Ver.di kritisiert befristete Verträge für Amazon-Beschäftigte

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat den Umgang des US-Versandhändlers Amazon mit befristeten Beschäftigten am Standort Brieselang kritisiert.

Zu Jahresbeginn hätten dort lediglich 35 der 1250 befristet Beschäftigten einen unbefristeten Vertrag bekommen, teilte der Ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg am Montag mit. Mehr als 900 würden nach dem Weihnachtsgeschäft seit dem Jahreswechsel nicht weiterbeschäftigt, Ende Januar ende für etwa 120 weitere Arbeitnehmer das Beschäftigungsverhältnis. Etwa 165 Mitarbeiter erhielten demnach einen Sechsmonatsvertrag. Laut Ver.di sind am Amazon-Standort im brandenburgischen Brieselang lediglich etwa 285 Arbeitnehmer fest angestellt. „Die übergroße Mehrheit der Menschen bangt dort von Befristung zu Befristung um die weitere Existenz“, erklärte die Gewerkschaft. Dabei gebe es dafür „keinerlei wirtschaftliche Notwendigkeit“. In Brieselang würden mindestens 600 Beschäftigte gebraucht.

An dem Standort will Ver.di am Dienstag auf die Lage der Beschäftigten aufmerksam machen und Infomaterial verteilen. Zudem ist eine Unterschriftenaktion geplant. Die Gewerkschaft kündigte zudem an, sich an die brandenburgische Landesregierung zu wenden.