Energie

Ölpreise fallen zum Wochenbeginn noch weiter

Die Ölpreise haben zu Wochenbeginn ihre Talfahrt fortgesetzt.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Montag zeitweise 47,18 Dollar. Das waren 2,92 Dollar weniger als am vergangenen Freitag. Ein Fass der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 2,45 Dollar auf 45,90 Dollar. Mitte vergangener Woche war der Preis für Nordsee-Öl erstmals seit fünfeinhalb Jahren unter die Marke von 50 Dollar gefallen.

Die Ölpreise sind seit Sommer um über die Hälfte eingebrochen und liegen so niedrig wie zuletzt im Frühjahr 2009. Grund ist ein zu hohes Angebot auf dem Weltmarkt. Das Ölkartell Opec hat unter Führung von Saudi-Arabien bisher nicht mit einer Produktionskürzung auf den Preissturz reagiert. Der wichtige Ölproduzent will mit niedrigeren Preisen der stark wachsenden Schieferölindustrie in den USA mit ihrer Fracking-Technologie einen Dämpfer verpassen. Laut Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs kann die US-Industrie allerdings deutlich tieferen Preisen trotzen als zunächst angenommen. In einer Studie gehen die Bankexperten davon aus, dass die Ölpreise während der ersten Jahreshälfte bis auf 40 Dollar sinken müssten, um die Schieferölindustrie zu veranlassen, ihre Investitionen zu drosseln.