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Quote: Rückschlag für Frauen in Firmenvorständen ++ Internet: Facebook kauft Spezialisten für Spracherkennung ++ Personalien: Landesbank Berlin stockt Holding-Vorstand auf ++ Geldanlage: Weniger Beschwerden bei der Finanzaufsicht Bafin

Rückschlag für Frauen in Firmenvorständen

Die Zahl der Frauen in den Vorständen börsennotierter deutscher Unternehmen ist gesunken. Ende 2014 saßen in 160 Firmen aus Dax, MDax, SDax und TecDax 37 Frauen in der Topetage, Ende des Vorjahres waren es noch 41, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung EY (früher Ernst & Young) hervorgeht. Dem stehen aktuell 626 männliche Vorstandsmitglieder gegenüber. Anders sieht es dagegen bei den Unternehmen der höchsten deutschen Börsenliga Dax aus. In den 30 Dax-Firmen stieg die Zahl der Frauen in der obersten Führungsetage von elf auf 14, das entspricht einem Anteil von sieben Prozent.

Facebook kauft Spezialisten für Spracherkennung

Facebook hat den kalifornischen Spracherkennungsspezialisten wit.ai übernommen. „Wir sind erfreut, sie an Bord zu haben“, zitierte die Finanzagentur Bloomberg aus einer Stellungnahme des Online-Netzwerks. „Das wird die Umsetzung unserer Vision enorm beschleunigen“, schrieb das Start-up aus Palo Alto in seinem Blog. Zum Preis wurden keine Angaben gemacht. Die Technik läuft nach Angaben der Firma unter anderem in Hunderten Apps für Smartphones und in Geräten, die im Haushalt miteinander vernetzt werden können. Die Lösung von Wit.ai soll laut Bloomberg noch präziser arbeiten als Sprach-Software etwa von Apple (Siri) oder Microsoft (Cortana).

Landesbank Berlin stockt Holding-Vorstand auf

Die Landesbank Berlin (LBB) stockt ihren Holding-Vorstand auf. Neu bestellt wurden Volker Alt von der Berliner Sparkasse und Roman Berninger von der Berlin Hyp, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Beide Manager sind für das Risikocontrolling der jeweiligen Konzern-Töchter zuständig. Seit Anfang des Jahres ist die Berlin Hyp eigenständige Schwester der Berliner Sparkasse unter dem Dach der Holding. „Damit sind wir beim Umbau der Berliner Sparkasse wieder einen wichtigen Schritt voran gekommen“, sagte Konzern-Chef Johannes Evers. Am Markt tritt die Landesbank Berlin nur noch als Berliner Sparkasse auf. Sie und kümmert sich um die gewerbliche Immobilienfinanzierung.

Weniger Beschwerden bei der Finanzaufsicht Bafin

Bei der Finanzaufsicht Bafin sind im vergangenen Jahr deutlich weniger Kundenbeschwerden über schlechte Anlageberatung eingegangen als im Vorjahr. Hatten sich Verbraucher im Jahr 2013 noch in 9720 Fällen über eine aus ihrer Sicht fehlerhafte Beratung von Banken, Sparkassen oder Finanzdienstleistern beklagt, waren es im vergangenen Jahr noch 6050 Fälle. Eine Sprecherin der Bafin bestätigte am Dienstag einen Bericht des „Tagesspiegel“. Im Rahmen ihres Berater- und Beschwerderegister sammelt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) seit dem 1. November 2012 die Daten von Anlageberatern in Deutschland und registriert Beschwerden von Kunden.