Verbraucher

Trendgetränke machen Sekt heftig Konkurrenz

Die Sektbranche wird derzeit kräftig von Mixgetränken à la Hugo, Spritz und Co. aufgemischt.

Die prickelnden, oft etwas süßeren und leichteren Varianten haben dem Klassiker 2014 Konkurrenz gemacht. „Wir hatten bei den schäumenden Getränken eine kleine Delle nach oben, der klassische Sekt hatte eine kleine Delle nach unten“, resümiert der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Sektkellereien, Ralf Peter Müller, mit Blick auf die Zahlen bis Oktober. Die umsatzstärksten Monate sind demnach in dieser Rechnung noch nicht enthalten.

„Das Jahr 2014 hat zwei Gesichter“, erklärt der Vorstandssprecher der Sektkellerei Schloss Wachenheim AG, Wilhelm Seiler. Für Sparkling (Schaumwein) insgesamt sehe es zwar gut aus, davon profitierten Sekte aber eher weniger, Weinmischgetränke eher mehr. Allerdings entscheide letztlich der Geschmack der Verbraucher im Dezember über den Erfolg des Jahres. „Wir gehen davon aus, dass Sparkling, insbesondere im Bereich der weinhaltigen Mischgetränke, auch in 2015 weiter wächst.“ Die Sektbranche setzt rund ein Viertel der Flaschen im Dezember ab, wie Ralf Peter Müller erklärt.

Preislich sind nach den Worten von Andreas Brokemper, Sprecher der Geschäftsführung der Henkell & Co.-Gruppe, 2015 auf dem Schaumweinmarkt keine großen Überraschungen zu erwarten. Nach seinen Beobachtungen wächst allerdings das Premiumsegment von über fünf Euro: „Was wir feststellen können, ist eine wachsende Bereitschaft der Kunden, für einen erstklassigen Sekt auch mehr Geld auszugeben.“