Technik

LTE für daheim: Mit Mobilfunk schnell ins Internet

Ende 2013 surften ganze 84 Prozent der Besitzer von Festnetzanschlüssen mit unter 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Internet. Für einen Standort wie Deutschland ist diese Zahl erschreckend hoch. Wer in einer Gegend wohnt, die weder verkabelt ist noch per DSL ins Internet kommt, kann auch auf den neuen Standard LTE bauen, der mittelfristig UMTS ersetzen soll. Der Kunde wird hier, wie beim Handy auch, über die Mobilfunkmasten mit Internet versorgt.

Neben Vodafone bietet auch die Telekom LTE-Tarife für zu Hause an. O2 hat ähnlich geartete Angebote wieder aus dem Programm genommen.

Bei der Telekom und Vodafone staffeln sich die Preise nach der Menge des inkludierten Datenvolumens sowie nach der maximal möglichen Downloadgeschwindigkeit. Die beiden günstigsten Tarife heißen „Call & Surf Comfort via Funk S“ (Telekom) und „LTE Zuhause S“ (Vodafone). Beide bieten zehn Gigabyte (GB) pro Monat zum Surfen, bei der Telekom ist der Download mit maximal 16 Mbit/s hier etwas schneller als der von Vodafone mit maximal 7,2 Mbit/s.

Der „LTE Zuhause M“ von Vodafone sowie der „Call & Surf Comfort via Funk M“ von der Telekom bieten jeweils schon 15 GB pro Monat schnelles Datenvolumen. Auch die Download-Geschwindigkeit erhöht sich hier: Vodafone bietet 21,6 Mbit/s, die Telekom sogar 50 Mbit/s. Wer es noch schneller haben möchte, muss die „L“-Tarifvarianten mit 30 GB Volumen wählen. Hier bietet die Telekom maximal 100 Mbit/s an. Vodafone bietet bei seinem teuersten „LTE Zuhause“-Tarif immerhin 50 Mbit/s.

Natürlich hat das Surfen über LTE nicht nur Vorteile. Zwar ist die Infrastruktur noch neu und nicht so ausgelastet wie etwa die UMTS-Netze. Dennoch ist das Prinzip hier das gleiche wie bei anderen Mobilfunklösungen. Viele Kunden sind gleichzeitig in eine sogenannte Funkzelle gebucht und müssen sich die dort verfügbare Bandbreite teilen. In Spitzenzeiten sind Engpässe vorprogrammiert.