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Milliardendeal zwischen BASF und Gazprom geplatzt

Die Spannungen zwischen Russland und dem Westen bedrohen Milliardendeals deutscher Konzerne.

Nach dem in letzter Minute geplatzten Tauschgeschäft des Chemieriesen BASF mit dem russischen Gazprom-Konzern wächst in weiteren Vorstandsetagen die Sorge. BASF hatte am Donnerstag nach Börsenschluss für Schockwellen gesorgt. Der bis zum Jahresende geplante Anteilstausch mit Gazprom sei „aufgrund des aktuell schwierigen politischen Umfelds“ abgeblasen. BASF und Gazprom hatten 2012 vereinbart, dass die Kasseler Öl- und Gastochter Wintershall das hiesige Gashandels- und Gasspeichergeschäft vollständig an den russischen Staatskonzern abgibt. Dafür sollte BASF im Gegenzug mehr Anteile an großen Erdgasfeldern in Sibirien erhalten. Die Bundesregierung habe sie sich nicht eingemischt, sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums.