Handel

Kauflaune der Deutschen auf höchstem Stand seit 2006

Deutschlands Verbraucher bleiben dank niedriger Inflation und niedriger Zinsen in bester Kauflaune.

Das Konsumklima werde im Januar den höchsten Stand seit rund acht Jahren erreichen, erklärte das Marktforschungsunternehmen GfK am Freitag in Nürnberg. Die Verbraucher rechnen demnach damit, dass sich die Konjunktur schnell erholt. Ihre Sparneigung ist auf ein „historisches Tief“ gefallen, und auch dank niedriger Preise für Benzin und Heizöl haben sie Geld zum Ausgeben übrig.

Der GfK-Konsumklimaindex – berechnet aus Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie der Anschaffungsneigung – lag im Dezember bei 8,7 Zählern. Für Januar rechnen die Konsumforscher mit einem Anstieg auf 9,0 Punkte. Einen höheren Wert erreichte der Index zuletzt im Dezember 2006. Im Sommer dieses Jahres lag er aber auch schon bei 8,9 Punkten. Die Konjunkturerwartung der Verbraucher war wegen der internationalen Krisen und der Ebola-Epidemie in den vergangenen Monaten zurückgegangen – nun legte sie im Dezember wieder deutlich zu, wie die GfK mitteilte. Zwar sei die Verunsicherung noch nicht vollständig aus den Köpfen verschwunden, doch rechneten die Verbraucher damit, dass sich die Konjunktur „relativ“ schnell erhole.

Die Einkommenserwartung lag im Dezember auf „überaus hohem“ Niveau, obwohl sie nach zwei Anstiegen in Folge wieder leicht absank. Mögliche Gründe sehen die Konsumforscher in der anhaltend labilen internationalen Lage. Denn die inländischen Rahmenbedingungen seien „sehr günstig“: Die Beschäftigung steige kontinuierlich, die Einkommensentwicklung sei sehr gut.

Die Neigung zu größeren Anschaffungen legte den dritten Monat in Folge zu, wie die GfK ermittelte. Im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft sei dies eine gute Nachricht für den Handel.