Technik

Energiefallen im Haushalt: Das sind die heimlichen Stromfresser

In jedem Haushalt gibt es Stromfresser, die den Bewohnern heimlich das Geld aus der Tasche ziehen. Wer sie erkennt und drosselt, kann der nächsten Stromrechnung etwas gelassener entgegensehen.

Und er muss meist nicht auf Komfort verzichten. „Oft ist es den Menschen gar nicht bewusst, wo unnütz Energie verbraucht wird“, sagt Birgit Holfert von der Verbraucherzentrale Energieberatung.

Es bringt schon viel, die Einstellungen der Geräte ab und zu zu überprüfen. „Oft wird bei Kühlschränken bei der Inbetriebnahme eine Temperatur gewählt, die eigentlich zu niedrig ist“, sagt Irmela Colaço vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. „Aber das wird aus Gewohnheit nicht verändert. Dabei müssen im Kühlschrank keine null Grad herrschen, sieben bis acht Grad sind völlig ausreichend. Und energiesparender.“

Da Kühlschränke rund um die Uhr Strom verbrauchen, lohnt es sich hier, Sparpotenziale zu nutzen – besonders bei älteren Modellen. „Oft hilft es schon, seine Gewohnheiten zu verändern“, sagt Claudia Till von der Stiftung Warentest. „Die Lebensmittel sollten nicht zu warm in den Kühlschrank gestellt werden, sonst braucht er zu viel Energie, um sie herunterzukühlen.“

Unbemerkt ins Geld gehen Ladegeräte für Handys, die rund um die Uhr in der Steckdose stecken. „Sie werden ganz warm – daran merkt man, dass sie Energie verbrauchen“, sagt Holfert. Hier und für Ladegeräte für Fotoapparate, elektrische Zahnbürsten, Rasierapparate und andere Gerätschaften gilt: Ausstecken.

Viele Familien wundern sich, dass ihr Stromverbrauch weiterhin so hoch oder sogar höher als früher ist, obwohl sie sich neue Geräte angeschafft haben. „Das liegt daran, dass ihre Neuanschaffungen nicht unbedingt weniger Energie benötigen“, erklärt Holfert. Denn oft würde man denken: Wenn ich ein sparsames Gerät kaufe, kann es auch etwas schöner und größer sein. Dann sei das aber am Ende ein Nullsummenspiel.

Oftmals ist es möglich, an Geräten einen energiesparenden Modus einzustellen oder Funktionen zu deaktivieren, die man nicht benötigt. „Wer beispielsweise seinen Laptop auf Akkubetrieb stellt, aktiviert automatisch die Stromsparfunktion“, erläutert Holfert.

Smarte Haushaltsgeräte „sind mit dem WLAN verbunden und ackern den ganzen Tag“, erklärt Holfert. Sie sollten so programmiert werden, dass sie nur aktiv sind, wenn es notwendig ist.