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Braunkohle: Gabriel bittet Vattenfall um Umsicht bei Verkaufsplänen ++ Bericht: Lokführergewerkschaft erhöht Streikgeld ++ Finanzen: LBS Nord will rund 12.000 alte Bausparverträge kündigen ++ Internet: Facebook nimmt Microsofts Suchmaschine aus Programm

Gabriel bittet Vattenfall um Umsicht bei Verkaufsplänen

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel fordert vom schwedischen Energiekonzern Vattenfall Umsicht beim geplanten Verkauf seiner ostdeutschen Braunkohlesparte. Kohlekraftwerke würden noch „auf lange Sicht als Rückendeckung für die erneuerbaren Energien“ in Deutschland gebraucht. Dafür seien auch im Braunkohlerevier in der Lausitz in nächster Zeit wichtige Investitionen erforderlich: „Der Verkaufsprozess, der da stattfindet, sollte diese Investitionen nach Möglichkeit nicht behindern“, sagte SPD-Chef Gabriel am Sonnabend am Rande eines Treffens mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven nahe Stockholm.

Lokführergewerkschaft erhöht Streikgeld

Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn hat die Lokomotivführergewerkschaft GDL einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge das Streikgeld für ihre Mitglieder erhöht. Streikende Gewerkschaftsmitglieder erhielten künftig 70 Euro statt bisher 50 Euro pro Tag, berichtete die Zeitung. Das habe der Hauptvorstand beschlossen. Die GDL wartet bis Mittwoch auf ein „erheblich verbessertes“ Tarifangebot der Bahn. Andernfalls will sie ab dem 11. Januar erneut zu Streiks aufrufen. Ihr Dachverband, der Deutsche Beamtenbund, hat mit „einem der schlimmsten Arbeitskämpfe aller Zeiten“ gedroht. Der GDL geht es vor allem darum, welche Gewerkschaft für welche Berufsgruppe Tarifverhandlungen führt.

LBS Nord will rund 12.000 alte Bausparverträge kündigen

Die Bausparkasse LBS-Nord will mehr als 12.000 Bausparverträge kündigen. „Wir haben am 7. November rund 12.000 Kunden angeschrieben“, sagte dazu eine Sprecherin der Norddeutschen Landesbausparkasse Berlin-Hannover (LBS Nord) am Sonnabend in Hannover und bestätigte Informationen der „Bild“-Zeitung. „Die betroffenen Verträge sind seit zehn Jahren zuteilungsreif und wurden nicht in Anspruch genommen.“ Den Kunden werde ein Wechsel in die aktuellen Tarife angeboten. Um sich von früheren, hohen Zinsversprechen zu befreien, hatte es in den vergangenen Monaten ähnliche Kündigungswellen etwa auch in Hessen, Bayern und Thüringen gegeben.

Facebook nimmt Microsofts Suchmaschine aus Programm

Facebook zeigt keine Suchergebnisse des Microsoft -Internetdienstes Bing mehr an. Der Fokus liege nun auf Material aus dem sozialen Netzwerk selbst, sagte ein Facebook-Sprecher. Facebook hatte am Montag ein neues Werkzeug eingeführt, um die Suche innerhalb der Beiträge seiner 1,35 Milliarden Nutzer zu erleichtern. Bislang hatte der US-Konzern parallel dazu die Ergebnisse einer allgemeinen Suche im Internet über Bing angegeben. Der Microsoft-Dienst liegt mit einem Marktanteil von 20 Prozent in den USA an zweiter Stelle hinter Google. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat die Suchtechnologie zu einem Schwerpunkt seines Konzerns erklärt.