Kosten

Umweltauflagen lassen Preise für Kreuzfahrten steigen

Bei Kreuzfahrten könnten die Reedereien im kommenden Jahr an der Preisschraube drehen.

Hintergrund sind höhere Kosten durch strengere Umweltauflagen. „Es werden bestimmte Fahrtgebiete, beispielsweise in der Nord- und Ostsee, teurer werden“, sagte der Deutschland-Direktor des internationalen Kreuzfahrtverbandes CLIA, Helge Grammerstorf in Hamburg. Er verwies auf höhere Treibstoffkosten oder Investitionen für Abgasreinigungsanlagen, die die Reedereien tragen müssen. Nach internationalen Vorschriften dürfen Fracht- und Passagierschiffe von 2015 an nur noch mit Kraftstoff fahren, der nicht mehr als 0,1 Prozent Schwefel enthält – 90 Prozent weniger als bisher. Dieser Grenzwert gilt bereits in europäischen Häfen, an der amerikanischen Nordküste und in der Kreuzfahrtdestination Karibik.

Wie hoch ein zu erwartender Preisanstieg ausfallen könnte, werde jede Reederei für sich kalkulieren müssen, ergänzte der Verbandschef. „Die Unternehmen werden versuchen, durch Einsparungen einen Teil der Kosten zu kompensieren.“ Dies sei aber nur bedingt möglich: „Es gibt Bereiche, in denen nicht gespart werden kann: bei der Sicherheit an Bord, der Schiffswartung und der Crew nebst ihren Serviceleistungen.“ Der Gast werde seinen Qualitätsanspruch nicht reduzieren wollen, ergänzte Grammerstorf.