Finanzierung

Fahrdienst Uber erhält frisches Geld für weitere Expansion

Der umstrittene Fahrdienst Uber profitiert von den großen Erwartungen in Internet-Startups in den USA: Uber sammelte 1,2 Milliarden Dollar (knapp eine Milliarde Euro) von Investoren ein, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Damit ist das Unternehmen nun 40 Milliarden Dollar wert, wie ein Sprecher sagte.

Das frische Geld wolle Uber für seine weitere Expansion nutzen, vor allem in der Asien-Pazifik-Region, kündigte Firmenchef Travis Kalanick an. Vor einem Jahr sei Uber in 60 Städten in 21 Ländern aktiv gewesen – heute seien es schon mehr als 250 Städte in 50 Ländern. „Wir sind sechs Mal so groß wie vor zwölf Monaten, und wir sind dieses Jahr schneller gewachsen als vergangenes Jahr.“ Dieser Fortschritt sei bemerkenswert, aber erst in den kommenden Jahren werde Uber „wirklich einen Sprung machen“, sagte Kalanick. Dann werde die Wirkung in den Städten auch „sichtbar“ sein.

Uber hatte erst im Juni 1,2 Milliarden Dollar von Anlegern eingesammelt. Kalanick kündigte weitere Finanzierungsrunden an. Das 2009 gegründete Unternehmen bietet unter anderem Fahrdienste per Smartphone an. Dabei greift Uber auf private Fahrer und deren Autos zurück. Dieser Dienst ist in vielen Ländern umstritten und stößt auf den erbitterten Widerstand etablierter Taxiunternehmen, so auch in Berlin und Hamburg.

Zuletzt war das Unternehmen nach abfälligen Äußerungen seines Vize-Chefs Emil Michael über Journalisten in die Kritik geraten. Nach Berichten, Führungskräfte bei Uber hätten Zugriff auf ein Programm namens „Gottes Auge“, das anzeigt, wo Fahrer und Mitfahrer sich zu jedem beliebigen Zeitpunkt befinden, kündigte Kalanick ein neues „Datenschutzteam“ an. Es soll prüfen, wie Uber mit Informationen über seine Kunden umgeht und nötigenfalls den Datenschutz verbessern.