Fusionspläne

Kartellwächter bremsen Edeka und Tengelmann-Kaiser’s

Das Bundeskartellamt hat eine einstweilige Anordnung gegen die Lebensmittelhändler Edeka und Tengelmann („Kaiser’s“) erlassen.

Ziel sei es zu verhindern, dass die Unternehmen Teile ihres angekündigten Fusionsvorhabens schon vor der Prüfung durch die Wettbewerbsbehörde umsetzen, erklärte ein Behördensprecher am Donnerstag. Tengelmann hatte im Oktober angekündigt, sich aus dem Supermarktgeschäft zurückzuziehen und seine 451 Filialen an Edeka verkaufen zu wollen. Laut Kartellamt hatten die beiden Handelskonzerne bereits vor der Anmeldung des Zusammenschlusses Maßnahmen zur gemeinsamen Warenbeschaffung, zu Veränderungen bei Teilen des Filialnetzes, Lagern und Fleischwerken sowie damit zusammenhängende personelle Maßnahmen vereinbart. Sie dürfen nun bis zum Abschluss des Fusionskontrollverfahrens nicht umgesetzt werden. Edeka und Tengelmann wollten sich nicht äußern.