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Gehälter: Lohnunterschiede haben sich verdoppelt ++ „Connect“-Netztest: O₂ und E-Plus haben Nachholbedarf ++ Bahngewerkschaft: EVG lehnt neue Bahn-Tarifstruktur ab

Lohnunterschiede haben sich verdoppelt

Die Schere zwischen Geringverdienern und den Beziehern von Spitzenlöhnen geht weiter auseinander. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Ein Jahrzehnte übergreifender Vergleich der Lebenseinkommen habe gezeigt, dass der Unterschied zwischen der obersten und der untersten Einkommensgruppe bei Arbeitnehmern des Jahrgangs 1972 doppelt so groß sei wie bei den 1935 Geborenen. Bereits bis zum 40. Lebensjahr habe sich die Ungleichheit bei den Einkommen im Generationenvergleich verdoppelt.

O₂ und E-Plus haben Nachholbedarf

In einem Netztest der Mobilfunkanbieter blieb der Marktführer aus Telefónica O₂ und E-Plus hinter der Konkurrenz zurück. Die Deutsche Telekom landete bei den Messungen der Fachzeitschrift „Connect“ auf Platz eins, dicht gefolgt von Vodafone, danach kommen O₂ und E-Plus. O₂ hatte dem Test zufolge Probleme bei Telefonaten und brauchte mehr als neun Sekunden, um einen Anruf aufzubauen. Das hänge auch damit zusammen, dass der Anbieter für Sprachanrufe vom LTE-Datennetz häufig auf die langsameren UMTS- und GSM-Netze zurückschalte. E-Plus bleibe vor allem beim mobilen Internet zurück.

EVG lehnt neue Bahn-Tarifstruktur ab

Im Tarifkonflikt bei der Bahn ist weiter keine Lösung in Sicht. Die Tarifkommission und der Bundesvorstand der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) lehnten Verhandlungen mit dem Staatskonzern über eine neue Tarifstruktur ab. „Das geltende Tarifsystem hat sich bewährt, das hat selbst der Arbeitgeber immer wieder betont. Es gibt für uns keinen Grund, hieran etwas zu ändern“, erklärte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. Die Verhandlungen sollten daher auf Basis der EVG-Forderungen und der aktuell geltenden Tarifstruktur weiter geführt werden.