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Erdöl: Russland gibt Pläne für South-Stream-Pipeline auf ++ Konjunktur: Kreditversicherer rechnet mit mehr Firmeninsolvenzen ++ Onlinehandel: Zalando könnte in den MDax aufsteigen ++ Kino: Chinese will Panem-Macher Lionsgate kontrollieren

Russland gibt Pläne für South-Stream-Pipeline auf

Russland gibt seine Pläne für den Bau der South-Stream-Pipeline durch das Schwarze Meer auf. Das kündigte der russische Präsident Wladimir Putin am Montag bei einem Besuch in der Türkei an. Zudem könnte Russland mit der Türkei kooperieren, um nahe der griechischen Grenze einen großen Gasumschlagplatz für Südeuropa zu bauen, sagte Putin nach einem Gespräch mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der Widerstand der EU gegen das Milliardenprojekt South Stream lasse Russland keine anderen Optionen als den Verzicht darauf. Stattdessen werde Moskau die Gaslieferungen in die Türkei über bestehende Pipelines erhöhen.

Kreditversicherer rechnet mit mehr Firmeninsolvenzen

Wegen der schwachen Konjunktur rechnet der Kreditversicherer Euler Hermes im kommenden Jahr mit einem Anstieg der Firmenpleiten in Deutschland. Die Zahl der Insolvenzen dürfte demnach um zwei Prozent auf rund 25.000 zunehmen, nach zuvor fünf Rückgängen in Folge. „Deutschland war in den vergangenen Jahren immer der Klassenprimus im europäischen Raum und verzeichnete in den letzten Jahren einen stetigen Rückgang bei den Insolvenzzahlen“, sagte Euler-Hermes-Chefökonom Ludovic Subran am Montag. „Im kommenden Jahr dreht sich dies jedoch.“ Weltweit werde es dagegen einen Rückgang um drei Prozent geben.

Zalando könnte in den MDax aufsteigen

Rund zwei Monate nach dem Börsendebüt steht der Berliner Online-Modehändler Zalando Börsianern zufolge vor dem Aufstieg in die zweite deutsche Börsenliga. „Nachdem bei Sky Deutschland der Streubesitz unter die Schwelle von zehn Prozent gesunken ist, wird Zalando wohl den Bezahlsender im MDax ersetzen“, sagte Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) am Montag. Ein Streubesitz von mindestens zehn Prozent ist die Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in einem der großen deutschen Börsenindizes. Dazu kommt die Marktkapitalisierung. Nach holprigem Start ist Zalando an der Börse mittlerweile mehr als 6,1 Milliarden Euro wert.

Chinese will Panem-Macher Lionsgate kontrollieren

Das Hollywood-Studio hinter der erfolgreichen Filmreihe „Die Tribute von Panem“ hat einen Kaufinteressenten aus China. Milliardär Wang Jianlin sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, er würde gern die Kontrolle beim Lionsgate-Studio übernehmen. Die Besitzer seien aber nur zum Verkauf eines Minderheitsanteils bereit. Er spreche auch über einen Einstieg beim traditionsreichen Studio Metro-Goldwyn-Mayer (MGM), sagte Wang in dem am Montag veröffentlichten Interview. Wangs Firma Dalian Wanda Group gehört die zweitgrößte US-Kinokette AMC. Er wolle auch Kinobetreiber in Europa kaufen, so der 60-Jährige. Sein Ziel sei, 2020 ein Fünftel des weltweiten Filmtheater-Marktes zu kontrollieren.