Personalie

Aufsichtsrat entlässt zweite Messe-Chefin Ingrid Maaß

Die Messe Berlin GmbH kommt nicht zur Ruhe. Nach heftigen politischen Turbulenzen um die Besetzung der Geschäftsführung 2012 und dem jüngsten Streit um den Aufsichtsratsvorsitz des landeseigenen Unternehmens trifft es die Spitze der Messe.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost aus Aufsichtsratskreisen wurde die zweite Geschäftsführerin Ingrid Maaß am Donnerstag Abend ihres Amtes enthoben.

Die Betriebswirtin war erst im August 2013 von einer Münchener Unternehmensberatung zur Messe Berlin gewechselt. Ihr Vertrag als zweite Geschäftsführerin nach Messe-Chef Christian Göke war ausweislich des Beteiligungsberichts der Senatsfinanzverwaltung mit knapp 300.000 Euro pro Jahr dotiert. Von der Internetseite der Messe war schon am Freitag jeder Hinweis auf Ingrid Maaß getilgt, obwohl eine offizielle Information über die Personalie noch ausstand. Über die Konditionen des Rauswurfs bewahrten die Beteiligten am Freitag Stillschweigen. Üblicherweise wird in solchen Fällen das für die Restlaufzeit des Vertrages über anderthalb Jahre anfallende Gehalt als Abfindung bezahlt.

Als Grund für die Trennung wurden inoffiziell tief sitzende Differenzen mit dem neuen Messe-Aufsichtsratschef Peter Zühlsdorff angegeben und unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Schon länger war aus der Messe verlautet, man sei unzufrieden mit der Arbeit der Finanzexpertin.

Zuletzt hatte es den erfolglosen Versuch gegeben, die Managerin zur Olympiastadion GmbH zu versetzen. Dort war der Geschäftsführer Joachim Thomas wegen Untreue-Vorwürfen entlassen worden.