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Urteil: Gericht stoppt Ausweitung der Sonntagsarbeit ++ BASF: Chemiekonzern macht Windeln trockener ++ BMW: Autobauer streicht Modellreihen beim Mini ++ Thomas Cook: Rücktritt der Konzernchefin verunsichert Anleger

Gericht stoppt Ausweitung der Sonntagsarbeit

Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Ausweitung der Sonntagsarbeit auf immer mehr Branchen gestoppt. Videotheken und öffentliche Bibliotheken, Callcenter sowie Lotto- und Totogesellschaften in Hessen bleiben an Sonn- und Feiertagen geschlossen. Das Gericht in Leipzig erklärte am Mittwochabend die Sondergenehmigungen der hessischen Landesregierung für diese Gewerbezweige für nichtig. Nach dem Arbeitszeitgesetz dürfen Arbeitnehmer an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen grundsätzlich nicht beschäftigt werden. Das Gesetz sieht jedoch zahlreiche Ausnahmen vor und ermächtigt die Landesregierungen, weitere Ausnahmen zuzulassen.

Chemiekonzern macht Windeln trockener

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat eine neue Technologie für trockenere Windeln gefunden. Um die Superabsorber schnell weltweit anbieten zu können, will das Unternehmen in den nächsten zwei bis drei Jahren seine Produktionsanlagen für Polymere umrüsten. Nach Tests stehen dafür bis zu 500 Millionen Euro bereit, wie BASF am Mittwoch mitteilte. Superabsorber sind Polymere, die bei wenig Volumen große Mengen an Flüssigkeit speichern können. Sie sind Hauptbestandteil von Babywindeln, Inkontinenzartikeln und Produkten für Damenhygiene. Das in Laboren entwickelte Polymer mit dem Namen Saviva will BASF ab Ende 2016 vermarkten.

Autobauer streicht Modellreihen beim Mini

BMW will künftig von seiner Kleinwagenmarke Mini nur noch fünf Modelle anbieten. Die britische Marke werde sich langfristig auf sogenannte Superheroes konzentrieren, sagte der zuständige BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer. Derzeit gibt es sieben Modellreihen. Welche es in Zukunft sein werden, blieb zunächst offen. Als Beispiele für erfolgreiche Modelle nannte Schwarzenbauer Dreitürer, Fünftürer und den Geländewagen Countryman. Der BMW-Vorstand sagte weiter, er rechne für das kommende Jahr mit einem deutlichen Absatzplus bei Mini. 2014 werde die Zahl der verkauften Kleinwagen „auf dem Rekordniveau des Vorjahres“ liegen.

Rücktritt der Konzernchefin verunsichert Anleger

Nach zwei Jahren Arbeit am Comeback des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook kehrt Chefin Harriet Green dem Konzern den Rücken. Ihren Posten werde umgehend der bisher für das operative Geschäft zuständige Vorstand Peter Fankhauser übernehmen, teilte der TUI-Rivale am Mittwoch mit. Green war 2012 an die Spitze von Thomas Cook gewechselt und gilt als treibende Kraft hinter der Wende beim ältesten Reisekonzern der Welt. Unter ihrer Ägide schrumpften die Schulden, die Gewinne wuchsen rasant. Zu Greens Strategie gehörten Anteilsverkäufe, Stellenabbau und Filialschließungen. Die Nachricht von ihrem Abgang sowie trübere Geschäftsaussichten ließen Thomas-Cook-Aktien einbrechen.