Gastonomie

Neue Hoffnung für geschlossene Burger-King-Filialen

Nach einem überraschenden Gesellschafterwechsel hofft der umstrittene Burger-King-Franchisenehmer Yi-Ko auf einen Neuanfang.

Der Miteigentümer der Yi-Ko Holding, Ergün Yildiz, hat seine Anteile an den Russen Alexander Kolobov abgegeben, wie Burger King und die Hamburger Anwaltskanzlei Graf von Westphalen bestätigten. Die Kanzlei berät das Franchiseunternehmen in dem Konflikt. Mit dem Eigentümerwechsel sei „einer der wesentlichen Gründe, die zur Kündigung der Franchiseverträge geführt haben, entfallen“, erklärte Rechtsanwalt Dominik Ziegenhahn. Yildiz war im Mai bereits als Geschäftsführer zurückgetreten, nachdem er nach einem Fernsehbericht über die Bedingungen in einzelnen Filialen in die Kritik geraten war. Er soll sich dennoch immer wieder unerlaubt in das Tagesgeschäft eingemischt haben.

Die Fast-Food-Kette machte allerdings deutlich, dass sie vorerst an ihrer Kündigung festhalten will. „Wie wir bereits letzte Woche bekannt gegeben haben, hat Burger King Europe die Franchiseverträge für alle 89 von der Yi-Ko Holding betriebenen Restaurants gekündigt. Die Änderung in der Eigentümerstruktur hat auf die Kündigung zunächst keine unmittelbare Auswirkung“, erklärte Burger King. Man sei darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass Kolobov nun Alleineigentümer der Gesellschaft sei. Da die Restaurants aber „aktuell nicht Bestandteil des Burger-King-Systems sind, waren wir nicht in Vertragsverhandlungen involviert und können daher auch keine Details der Vereinbarung bestätigen“, erklärte das Unternehmen.

Burger King hatte seinem größten deutschen Franchisenehmer Yi-Ko fristlos gekündigt und ihm die Nutzung von Firmenlogo, Produktnamen, Arbeitskleidung und Außenwerbung gerichtlich verbieten lassen. Alle Filialen des Franchisenehmers mussten schließen, die rund betroffenen 3000 Beschäftigten fürchten um ihre Jobs.

Nach Darstellung der Anwaltskanzlei will sich Kolobov nunmehr persönlich dafür einsetzen, „die baldige Stabilisierung des Unternehmens und die Wiedereröffnung der Restaurants voranzutreiben“. Deshalb würden nun direkte und intensive Gespräche mit Burger King gesucht, „um die beste Lösung zu erarbeiten und die Gesellschaft im Interesse ihrer rund 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie im Interesse des guten Rufs der Marke Burger King schnellstmöglich aus der Krise zu befreien“, hieß es. Kolobov werde auch alle Maßnahmen einleiten, um das Vertrauen der Mitarbeiter und Kunden so schnell wie möglich zurückzugewinnen. Dazu gehörten auch Gespräche mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.