Verbraucher

Bio-Eier-Produzent Fürstenhof wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Bio-Eier-Produzentenverbund Fürstenhof wehrt sich gegen Berichte, wonach er wegen mangelnden Auslaufs für Hühner im Visier der Staatsanwaltschaft stehe.

Die Ermittlungsverfahren seien bereits eingestellt worden, erklärte der Erzeugerzusammenschluss (EZ) Fürstenhof am Montag. Eine entsprechende Information der Staatsanwaltschaft Rostock sei am Freitag eingetroffen. Mögliche neue Ermittlungen seien dem EZ Fürstenhof nicht bekannt, sagte eine Sprecherin des Verbunds in Finkenthal in Mecklenburg-Vorpommern.

Der „Spiegel“ hatte berichtet, es liefen Betrugsermittlungen gegen vier der zwölf zum EZ Fürstenhof gehörenden Betriebe. Der Vorwurf laute, dass nicht alle Hühner den in der EU-Ökoverordnung vorgeschriebenen Auslauf von vier Quadratmetern pro Tier gehabt hätten. Die Eier hätten in so einem Fall nicht als Bio-Eier verkauft werden dürfen – der Preisaufschlag wäre unrechtmäßig gewesen.

Die Staatsanwaltschaft habe die jetzt eingestellten Ermittlungen bereits seit Frühjahr 2013 geführt, sagte eine Fürstenhof-Sprecherin. Von „Überbesatz“, also zu vielen Tieren pro Stall, könne aber gar keine keine Rede sein. Jedes Tier habe mindestens vier Quadratmeter naturnah bepflanzten Auslauf zur Verfügung.