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Lohnrunde: IG Metall will 5,5 Prozent mehr einfordern ++ Geldanlage: Strengere Regeln für den grauen Kapitalmarkt ++ Handel: USA und China vereinbaren Abbau von Technikzöllen ++ Weihnachtsgeschäft: Verbraucher wollen kräftig Geschenke einkaufen ++ Lufthansa: Passagierzahlen trotz Pilotenstreiks gesteigert

IG Metall will 5,5 Prozent mehr einfordern

Die IG Metall wird in der anstehenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent fordern. Diese Zahl empfahl die IG-Metall-Spitze am Dienstag ihren regionalen Tarifkommissionen. Die wirtschaftliche Lage der Betriebe sei stabil, argumentierte der IG-Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel. Die endgültige Forderung soll am 27. November beschlossen werden, die Verhandlungen mit den Arbeitgebern sollen im Januar starten.

Strengere Regeln für den grauen Kapitalmarkt

Verbraucher sollen besser vor hoch spekulativen Geldanlagen geschützt werden. Als Konsequenz aus der Pleite des Windparkfinanzierers Prokon will das Kabinett heute ein Kleinanlegerschutzgesetz verabschieden. Danach soll die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Vertriebsbeschränkungen aussprechen können. Zudem soll der graue Kapitalmarkt durch eine Prospektpflicht für alle Anlageprodukte transparenter werden. Ausgenommen sind soziale Projekte, Genossenschaften und Crowdfunding.

USA und China vereinbaren Abbau von Technikzöllen

Die USA und China haben sich laut US-Regierung auf den Abbau von Zöllen auf Güter der Informationstechnologie geeinigt. Mit dem „Durchbruch“ am Rande des Asien-Pazifik-Gipfels in Peking sei der Weg frei für schnelle Abschlüsse unter dem Dach der Welthandelsorganisation, so der US-Handelsbeauftragte Michael Froman. Die USA warfen den Chinesen bislang vor, die Erweiterung des Abkommens zu blockieren. Der weltgrößte IT-Exporteur habe bisher zu viele Ausnahmen gefordert. Nun könnten rund 200 Zölle abgeschafft werden.

Verbraucher wollen kräftig Geschenke einkaufen

Die Deutschen wollen nach einer Umfrage des Handelsverbandes HDE durchschnittlich 447 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das wäre ein Allzeitrekord. Der HDE prognostiziert somit für das diesjährige Weihnachtsgeschäft ein Plus von 1,2 Prozent auf 85,5 Milliarden Euro. Die Verbraucher zeigten sich von der wirtschaftlichen Eintrübung „weitgehend unbeeindruckt“, sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Anderen Umfragen zufolge ist die Kauflaune der Deutschen deutlich schlechter geworden.

Passagierzahlen trotz Pilotenstreiks gesteigert

Trotz der Pilotenstreiks hat die Lufthansa im Oktober ihre Passagierzahl gesteigert. Der Konzern beförderte nach eigenen Angaben vom Dienstag in dem Monat 9,7 Millionen Fluggäste und damit 0,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die verkauften Sitzkilometer stiegen um 3,1 Prozent – allerdings zu deutlich niedrigeren Ticketpreisen. Die Auslastung der Sitzplätze verbesserte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 80,6 Prozent. Mit 165.000 Tonnen transportierte die Lufthansa erneut weniger Güter (minus 4,1 Prozent).