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Siemens: Weg frei für Verkauf der Hörgeräte-Sparte ++ Verbraucherschützer: Negativzinsen nicht im großen Stil zu erwarten ++ EU: Tabakkonzerne können Schockbilder anfechten ++ Urteil: Pfand für SIM-Karte darf nicht zu hoch sein ++ Digitale Wirtschaft: Sorge um Datensicherheit beeinträchtigt Wachstum

Weg frei für Verkauf der Hörgeräte-Sparte

Siemens ist laut Medienberichten in fortgeschrittenen Gesprächen über den Verkauf seiner Hörgerätesparte für mehr als zwei Milliarden Euro. Möglicherweise könnte der Aufsichtsrat an diesem Mittwoch den Weg freimachen für das Geschäft. Siemens wollte sich dazu am Montag nicht äußern. Bereits seit Wochen wird darüber spekuliert, dass der Elektrokonzern seine Hörgerätesparte nun doch verkaufen könnte, anstatt sie an die Börse zu bringen.

Negativzinsen nicht im großen Stil zu erwarten

Verbraucherschützer rechnen nicht damit, dass Millionen Sparern Negativzinsen für Guthaben bei Banken und Sparkassen drohen. „Negativzinsen im großen Stil kann sich die Branche vor dem Hintergrund des Vertrauensverlustes durch die Finanzkrise nicht leisten“, sagte Christian Ahlers vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Die Deutsche Skatbank hatte für Wirbel gesorgt, weil sie für Beträge auf Tagesgeldkonten von mehr als 500.000 Euro einen Minuszins von 0,25 Prozent verlangt.

Tabakkonzerne können Schockbilder anfechten

Tabakkonzerne wie Philip Morris International und British American Tobacco können die neue EU-Tabakrichtlinie vor dem Europäischen Gerichtshof anfechten. Der Londoner High Court überwies den Fall nach Luxemburg. Dort soll entschieden werden, ob die EU bei der Gesetzgebung ihre Macht missbraucht hat. Die neue Tabakrichtlinie ist bis Frühjahr 2016 umzusetzen und schreibt unter anderem vor, dass Zigarettenpackungen zu 65 Prozent mit Warnhinweisen und Schockbildern bedeckt sein müssen.

Pfand für SIM-Karte darf nicht zu hoch sein

Mobilfunkanbieter dürfen für SIM-Karten kein hohes Pfand von ihren Kunden verlangen. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe erklärte eine Klausel des Mobilfunkanbieters Drillisch für unwirksam, nach der für eine SIM-Karte 29,65 Euro Pfand verlangt wurden. Die Summe sollte einbehalten werden, sollte der Kunde die Karte nach einer Kündigung nicht innerhalb von drei Wochen zurücksenden. Die professionelle Entsorgung deaktivierter SIM-Karten sei wirksamer, als wenn die Kunden sie nur zerschnitten, so Drillisch. (Az.: III ZR 32/14)

Sorge um Datensicherheit beeinträchtigt Wachstum

Schwachstellen in Computersystemen stellen Unternehmen, aber auch Staaten, vor wachsende Herausforderungen, haben Experten zu Beginn des „Cyber Security Summit“ in Bonn gewarnt. „Die Bedrohung für die Sicherheit unserer Daten und unserer digitalen Infrastruktur wächst Jahr um Jahr“, sagte Timotheus Höttges, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, zum Auftakt der Sicherheits-Konferenz. Die Sorge von Nutzern um die Sicherheit ihrer Daten bremse das Wachstum der IT-Branche.