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Betriebsratsinitiative: Siemens will Büroflächen zu Flüchtlingsheimen machen ++ Gewerkschaft: Weitere Streiks bei Amazon jederzeit möglich

Siemens will Büroflächen zu Flüchtlingsheimen machen

Der Siemens-Konzern will einem „Spiegel“-Bericht zufolge dabei helfen, den Platzmangel bei der Unterbringung von Flüchtlingen in deutschen Großstädten zu entschärfen. Auf Anregung des Betriebsrats am Standort Richard-Strauss-Straße im Münchner Stadtteil Bogenhausen prüfen die Stadt und das bayerische Sozialministerium demnach, ob dort mehrere Hundert Ankömmlinge aus Syrien, dem Irak oder anderen Ländern aufgenommen werden können. In der Vorabmeldung des Magazins heißt es zudem, Siemens-Chef Joe Kaeser habe das Vorhaben in einem Brief an den Betriebsrat begrüßt.

Weitere Streiks bei Amazon jederzeit möglich

Nach dem Ende des mehrtägigen Streiks beim Versandhändler Amazon hat sich die Gewerkschaft Verdi zufrieden gezeigt und weitere Aktionen angedroht. Die Beschäftigten hätten gezeigt, dass sie sich nicht einschüchtern ließen, sagte Stefanie Nutzenberger vom Verdi-Bundesvorstand laut Mitteilung vom späten Sonnabend. Solange sich Amazon einem Tarifvertrag verweigere, könne es jederzeit zu neuen Streiks kommen. „Das betrifft ausdrücklich auch das Weihnachtsgeschäft.“ Losgegangen war es mit den Arbeitsniederlegungen in der Nacht auf den 27. Oktober an fünf Amazon-Standorten Bad Hersfeld, Leipzig, Graben bei Augsburg, Werne und Rheinberg.