Nachrichten

Wirtschaft

Deutsche Post: Konzern beruft Melanie Kreis zum Personalvorstand ++ Arbeitsmarkt: DIHK rechnet für 2015 mit 150.000 neuen Stellen ++ EZB: Zentralbank zieht mit 2900 Mitarbeitern um ++ Metro: Großaktionäre stimmen künftig getrennt ab

Konzern beruft Melanie Kreis zum Personalvorstand

Die Deutsche Post hat nach knapp vier Monaten eine neue Personalchefin gefunden. Melanie Kreis, bisher Finanzchefin der Post-Tochter DHL Express wurde als Arbeitsdirektorin in den Vorstand berufen. Vorgängerin Angela Titzrath war im Juli nach gut zwei Jahren im Vorstand überraschend aus persönlichen Gründen gegangen. Auf Kreis kommen 2015 wichtige Tarifgespräche zu. Ende Mai läuft der Tarifvertrag für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten in Deutschland aus. Zudem endet Ende 2015 in Deutschland der Beschäftigungspakt, der betriebsbedingte Kündigungen verhindert. Die 43-Jährige kam 2004 zur Deutschen Post. Seit April 2013 war sie Finanzchefin von DHL Express.

DIHK rechnet für 2015 mit 150.000 neuen Stellen

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet in Deutschland trotz schwacher Konjunktur rund 150.000 neue Stellen im kommenden Jahr. In seiner Beschäftigungsprognose geht der DIHK davon aus, dass vor allem die Dienstleistungsbranche zusätzliches Personal einstellen wird, wie die „Rheinische Post“ berichtete. Jeweils 40.000 neue Jobs im Vergleich zum Vorjahr würden der Prognose zufolge bei unternehmensbezogenen Dienstleistern sowie bei Gesundheits- und Bildungsdienstleistern geschaffen.

Zentralbank zieht mit 2900 Mitarbeitern um

Der Umzug der Europäischen Zentralbank (EZB) in ihren neuen Doppelturm im Frankfurter Ostend hat begonnen. Insgesamt müssen in den kommenden Wochen rund 20.000 Kartons aus drei Gebäuden in der Innenstadt in die neue Zentrale gebracht werden. Der Umzug soll bis Ende November beendet sein. Das spektakuläre neue Gebäude – zwei 165 und 185 Meter hohe gläserne Türme – wurde direkt am Mainufer vom Wiener Architektenbüro Coop Himmelb(l)au entworfen. Integriert in den Bau wurde die denkmalgeschützte ehemalige Großmarkthalle. Die EZB-Zentrale bietet Platz für 2900 Mitarbeiter. Die Kosten werden auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt.

Großaktionäre stimmen künftig getrennt ab

Metro-Großaktionär Haniel kann bei Deutschlands zweitgrößtem Handelskonzern (unter anderem Kaufhof) künftig freier handeln. Der Poolvertrag mit der Familie Schmidt-Ruthenbeck sei aufgelöst worden, berichtete Haniel. Diese Vereinbarung regelte vor allem, dass beide Großaktionäre gleich auf den Metro-Hauptversammlungen abstimmten. Haniel ist mit 30,01 Prozent, die Familie Schmidt-Ruthenbeck mit 15,77 Prozent am Düsseldorfer Konzern beteiligt. Künftig können beide Anteilseigner auf den Aktionärstreffen auch unterschiedlich abstimmen.