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Einzelhandel: Bei Karstadt werden wichtige Entscheidungen erwartet ++ Energie: Strompreis steigt 2015 wegen höherer Netznutzungsgebühr ++ Arbeitsplätze: Zeitarbeitsfirmen suchen oft vergeblich nach Mitarbeitern ++ Automobil: Europäische Hersteller planen Expansion in Asien ++ Russland: Ratingagentur Moody’s senkt erneut die Kreditwürdigkeit

Bei Karstadt werden wichtige Entscheidungen erwartet

Bei Karstadt gehen am Dienstag die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten weiter. Dabei geht es geht um Arbeitsplatz- und Standortgarantien sowie um Sanierungsbeiträge der Arbeitnehmer. Am Donnerstag tagt der Aufsichtsrat. Die Sitzung könnte mehr Klarheit bringen, welche Pläne der Eigentümer René Benko hat – unter anderem bei den rund 2000 Arbeitsplätzen, die in der Zentrale und den 83 Filialen abgebaut werden könnten, so Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes. Entscheidungen über Filialschließungen seien aber noch nicht zu erwarten.

Strompreis steigt 2015 wegen höherer Netznutzungsgebühr

Der Strompreis wird 2015 für viele Verbraucher steigen, prognostiziert das Preisvergleichsportal Verivox. Zwar sinkt die Ökostromumlage, doch der Effekt ist winzig. Unter dem Strich müssten viele Konsumenten mit leicht höheren Preisen rechnen, weil die Netznutzungsgebühren, die für den Betrieb und den Ausbau der Stromnetze fällig werden, zum Teil deutlich steigen. Verivox hatte die Prognosen der Netzbetreiber ausgewertet und 86 Prozent der Haushalte erfasst.

Zeitarbeitsfirmen suchen oft vergeblich nach Mitarbeitern

Die Leiharbeitsbranche kämpft mit Arbeitskräftemangel und hoher Fluktuation: Jede zweite Anstellung endet laut Arbeitsagentur spätestens nach drei Monaten. Viele Mitarbeiter gingen rasch wieder, so Ulrike Kücker vom Interessenverband der Zeitarbeitsunternehmen. Entweder würden sie von der Kundenfirma abgeworben oder hielten acht Stunden Arbeit täglich nicht durch. Sandro Witt vom DGB Hessen-Thüringen sieht das anders: Viele Arbeitgeber wichen von der stärker regulierten Leiharbeit auf kaum regulierte Werkverträge aus.

Europäische Hersteller planen Expansion in Asien

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën will sein Geschäft in Südasien ausbauen. Das kündigte der PSA-Manager Grégoire Olivier in der „Wirtschaftswoche“ an. Dieser Markt sei zukunftsträchtig. Japanische Hersteller hätten dort eine Vormachtstellung, aber die wachsende Mittelschicht bedeute ein großes Potenzial. Auch Volkswagen will dort zulegen und selbst produzieren. Bisher lässt VW einige Modelle von zwei örtlichen Partnern montieren – ist also auf Hilfe angewiesen.

Ratingagentur Moody’s senkt erneut die Kreditwürdigkeit

Die US-Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Russlands wegen der Ukraine-Krise um eine weitere Stufe gesenkt. Die Bonitätsnote des Landes sei von „Baa1“ auf „Baa2“ gesenkt worden, so die Agentur am Freitag. Begründung: die wirtschaftlichen Konsequenzen der Ukraine-Krise für Russlands Wirtschaft und die vom Westen verhängten Sanktionen. Auch der Ausblick ist negativ, möglicherweise folgt bald eine Herabstufung auf „Ba“ – Ramschniveau.