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Wirtschaft

Energiewende: Ökostrom-Umlage sinkt auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde ++ Ikea: Möbelkonzern plant 20 neue Filialen in Deutschland ++ Desertec: Wüstenstrom-Projekt wird eingedampft ++ Lebensmittel: Brüssel will Fischimporte aus Sri Lanka aussetzen ++ Deutsche Telekom: Konzern hält an US-Mobilfunktochter fest

Ökostrom-Umlage sinkt auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde

Die von allen Verbrauchern über die Stromrechnung zu zahlende Ökostrom-Umlage wird 2015 erstmals sinken. Sie werde auf 6,17 Cent je Kilowattstunde festgelegt, hieß es. Nach abschließenden Beratungen sei dies die Zahl, die am Mittwoch offiziell verkündet werden soll. Bisher liegt sie bei 6,24 Cent – bei einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden fallen 218,40 Euro Umlagekosten an. Mit der neuen Umlage sinkt dieser Betrag auf knapp 216 Euro.

Möbelkonzern plant 20 neue Filialen in Deutschland

Der Möbelkonzern Ikea will trotz des stark wachsenden Internet-Geschäfts in den kommenden Jahren 20 neue Filialen in Deutschland bauen. Zu den bislang 48 Ikea-Häusern sollen jedes Jahr ein bis zwei neue hinzukommen, sagte Deutschland-Chef Peter Betzel. 2013 knackte Ikea mit 100 Millionen Kunden in Deutschland erstmals die Marke von vier Milliarden Euro Umsatz. Diesen Wert will Ikea mittelfristig verdoppeln und seinen Marktanteil damit von derzeit 14 auf 25 Prozent ausbauen.

Wüstenstrom-Projekt wird eingedampft

Von der Wüstenstrom-Initiative Desertec, die vor fünf Jahren als eines der weltweit ehrgeizigsten Infrastrukturprojekte gestartet ist, bleibt künftig nur eine kleine Beratungsgesellschaft übrig. Die Desertec Industrial Initiative (Dii) werde mit neuer Ausrichtung weitergeführt, teilte die Projektgesellschaft am Dienstag mit. Die Desertec-Initiative war vor fünf Jahren mit dem Ziel gestartet, Sonnen- und Windenergie in den nordafrikanischen Wüsten zu erzeugen und ab dem Jahr 2050 rund 15 Prozent des europäischen Strombedarfs zu decken.

Brüssel will Fischimporte aus Sri Lanka aussetzen

Im Kampf gegen illegale Fischerei will die EU-Kommission Einfuhren von Fischereierzeugnissen aus Sri Lanka stoppen. Der Inselstaat südlich von Indien habe nicht nachweisen können, dass er genug gegen wilde Fischerei tut, erklärte EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki am Dienstag in Brüssel. Die EU-Staaten müssen diesem Vorschlag nach Angaben der EU-Kommission nicht zustimmen. Mit dem Vorgehen will die EU Druck ausüben, damit die Regierung Sri Lankas ihre Fischbestände besser schützt.

Konzern hält an US-Mobilfunktochter fest

Der französische Internet- und Telefonkonzern Iliad will die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom nun doch nicht mehr übernehmen. Das Projekt sei aufgegeben worden, teilte Iliad mit. Sowohl der Vorstand von T-Mobile US als auch die deutsche Konzernmutter hätten das jüngste Angebot von 36 US-Dollar je Aktie für 67 Prozent der Anteile abgelehnt. Damit hätte Iliad die Kontrolle über T-Mobile US erlangt. Die Telekom hält zwei Drittel an dem zuletzt stark wachsenden US-Mobilfunkanbieter.