Geld

Quandts sind jetzt die reichsten Deutschen

Mehr als schiere Statistiken sind es sind die Geschichten vom Aufstieg und Fall der Clans aus dem Geldadel, mit denen Wirtschaftsmagazine ihr Publikum locken.

Zum Beispiel die Quandts, nach der jüngsten Vermögenden-Hitliste des „Manager Magazins“ die neue Nummer eins unter den deutschen Milliardären ist. Der Clan aus Stefan Quandt, Susanne Klatten und ihrer Mutter Johanna Quandt, dem fast die Hälfte des Autobauers BMW gehört, hat auf die richtigen Pferde gesetzt.

Damit haben die drei Mitglieder der Industriellen-Familie die Händlerdynastie der Aldi-Brüder aus Essen von der Spitze verdrängt. Die Quandts sind laut „Manager Magazin“ erstmals die reichsten Deutschen mit einem gemeinsamen Vermögen von 31 Milliarden Euro. Kann man so sehen, muss man aber nicht. In einem kurz zuvor veröffentlichten Ranking des Magazins „Bilanz“ liegen die drei Quandts mehr oder weniger abgeschlagen auf den Plätzen acht, neun und zwölf der Reichsten-Parade. Das erklärt sich schlicht dadurch, dass das „Manager Magazin“ die Vermögen der Familienmitglieder zusammenzählt, während „Bilanz“ die Personen einzeln auflistet. Zusammengefasst ergäbe sich das dasselbe Resultat. „Bilanz“ sieht stattdessen die Schaeffler-Familie mit 21,5 Milliarden Euro vorne, zu deren Firmenreich der gleichnamige Maschinenbauer und der Reifen-Hersteller Continental gehören.

Dafür sind sich die Reichen-Beobachter bei den nächsten Plätzen weitgehend einig: Die Familie Albrecht und Heister, die hinter Aldi Süd steht, besitzt rund 18 Milliarden, während der Aldi-Nord-Clan hinter Theo Albrecht jr. mit 16 Milliarden zurechtkommen muss. Das reicht jeweils für Platz zwei und drei. Das Gesamtvermögen der 500 reichsten Deutschen beträgt gut 600 Milliarden Euro.

Den steilsten Aufstieg haben übrigens die Internet-Brüder Alexander, Marc und Oliver Samwer hingelegt. Dank der Börsengänge ihrer Beteiligungen Rocket Internet und Zalando dürften sie nun um die drei Milliarden Euro ihr eigen nennen.