Luftverkehrsabkommen

Luftfahrtbundesamt will Air-Berlin-Partner Etihad Flugrechte entziehen

Das Luftfahrtbundesamt will der arabischen Fluggesellschaft Etihad offenbar wichtige Flugrechte entziehen.

Eine entsprechende schriftliche Ankündigung der Bundesbehörde habe Etihad Anfang August erhalten, berichtet das „Handelsblatt“. Die Flugrechte seien entgegen den bestehenden Luftverkehrsabkommen genehmigt worden, hieß es. Dabei geht es um so genannte Code-Share-Verbindungen. Das sind Kooperationsflüge, die die Fluggesellschaft Air Berlin ausführt, die Etihad aber mit eigener Flugnummer deklariert. Der Vorteil: Air Berlins Flugzeuge sind besser ausgelastet und Etihad kann seinen Kunden ein größeres Streckennetz anbieten. Insgesamt soll es um 30 Verbindungen gehen, vor allem Flüge von Berlin ins europäische Ausland. Ein Verbot würde Air Berlin schwer treffen. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft nach der Lufthansa versucht derzeit unter den Fittichen seines arabischen Großaktionärs Etihad abermals einen Neustart. Etihad hält die zweitgrößte deutsche Fluglinie seit 2011 mit Geldspritzen von mittlerweile 800 Millionen Euro am Überleben. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, soll es mehrere Gespräche im Bundesverkehrsministerium gegeben haben, darunter auch ein Treffen von Etihad-Vertretern mit Minister Alexander Dobrindt (CSU). Die Beteiligten wollten sich zu dem Bericht nicht äußern.