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Modehändler: Zalando verkauft Aktien nicht zum Höchstpreis ++ Uber: Fahrdienst-Vermittler geht auf Taxi-Gewerbe zu ++ Innotrans: Besucherrekord bei Berliner Bahntechnik-Messe ++ Mifa: Fahrradhersteller meldet Insolvenz

Zalando verkauft Aktien nicht zum Höchstpreis

Der Online-Modehändler Zalando verkauft die Aktien bei seinem Börsengang trotz reißender Nachfrage nicht zum maximalen Preis. Die 28,1 Millionen Zalando-Papiere würden zu je 21,50 Euro ausgegeben, teilte das Berliner Unternehmen am Montagabend mit. Zalando hätte nach eigenen Angaben selbst zum Höchstpreis von 22,50 Euro mehr als 280 Millionen Aktien losschlagen können, zehnmal so viele wie die Firma ausgeben will. Insgesamt nimmt Zalando 605 Millionen Euro ein und ist damit – wenn auch nur für einen Tag – der größte Börsengang in diesem Jahr in Deutschland. Die Aktien sollen am Mittwoch an der Frankfurter Börse in den Handel starten.

Fahrdienst-Vermittler geht auf Taxi-Gewerbe zu

Uber führt auch in Deutschland seine Plattform UberTaxi ein, über die Taxi-Firmen ihre Dienste anbieten können. Damit tritt Uber in Konkurrenz zu Taxiruf-Zentralen und Apps wie MyTaxi. Bisher lag Uber im Clinch mit dem Taxi-Gewerbe wegen seiner anderen Dienste. Den angestammten Taxi-Betrieben ist vor allem das App-Angebot UberPop ein Dorn im Auge, bei dem Fahrten mit privaten Fahrern angeboten werden. Taxi-Unternehmer und Behörden gingen in mehreren Städten gegen Uber vor, weil sie dadurch den Wettbewerb verzerrt sehen. Das kalifornische Unternehmen bietet seine Taxi-Plattform bereits unter anderem in London an.

Besucherrekord bei Berliner Bahntechnik-Messe

Die Innotrans hat in diesem Jahr deutlich mehr Fachbesucher angelockt. 139 000 kamen zu der Berliner Schau mit Anbietern wie Alstom oder Siemens. Das sind zehn Prozent mehr als bei der vorherigen Auflage vor zwei Jahren. An den vier Messetagen seien 140 Weltpremieren vorgestellt worden, die Schau habe damit ihre Bedeutung als Marketingplattform und Innovationstreiber gezeigt, bilanzierte die Messegesellschaft am Montag. Die Ausstellerzahl stieg ebenfalls um zehn Prozent auf 2758. Sie kamen aus 55 Ländern. An den Publikumstagen am Wochenende kamen rund 15 000 Eisenbahnfans auf das Freigelände der Messe, auf dem 145 Schienenfahrzeuge zu sehen waren.

Fahrradhersteller meldet Insolvenz

Der ostdeutsche Fahrradhersteller Mifa ist zum Fall für den Insolvenzrichter geworden. Das angeschlagene Unternehmen stellte am Montag nach eigenen Angaben Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverantwortung beim Amtsgericht Halle. Hoffnungen auf eine Rettung durch den indischen Konkurrenten Hero zerschlugen sich trotz langer Verhandlungen. Mifa mit seinen 600 Mitarbeitern suche nun einen Käufer. Das operative Geschäft laufe weiter, versicherte das Unternehmen, zu dessen Eignern auch der AWD-Gründer Carsten Maschmeyer zählt. Vor einem Jahr waren Mifa-Aktien noch knapp sieben Euro wert, am Nachmittag waren es nur noch 71 Cent.