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Online-Versender: Bericht: Amazon führt Flatrate für E-Bücher ein ++ Fahrdienst-Vermittler: Bußgeldverfahren gegen Uber in München ++ Bahn: Hohe Beteiligung an Lokführer-Urabstimmung ++ Geldwäsche: US-Justiz ermittelt gegen Commerzbank

Bericht: Amazon führt Flatrate für E-Bücher ein

Der US-Versandhändler Amazon wird einem Medienbericht zufolge auch in Deutschland eine Flatrate für elektronische Bücher einführen. Der Konzern plane den Start von „Kindle Unlimited“ zur Frankfurter Buchmesse, die am 8. Oktober beginnt, berichtete die „Wirtschaftswoche“. Gegen einen festen monatlichen Betrag können Kunden dann beliebig viele elektronische Bücher laden. In den USA verlangt Amazon dafür 9,99 Dollar pro Monat (7,80 Euro). Beteiligt seien an dem Projekt aber nur wenige große Verlage, berichtete die „Wirtschaftswoche“. Deren Verhältnis zu Amazon sei belastet, weil der US-Konzern von der Verlagsgruppe Bonnier höhere Rabatte für elektronische Bücher fordere.

Bußgeldverfahren gegen Uber in München

Das umstrittene Unternehmen Uber bekommt auch in München Probleme. Die Stadtverwaltung leitete ein Bußgeldverfahren gegen den Fahrdienstvermittler ein, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtete. „Wir gehen juristisch gegen die Fahrer und das Unternehmen vor“, wurde der Leiter der Abteilung Sicherheit und Ordnung, Sebastian Groth, zitiert. Die Behörde habe demnach in mehreren Fällen Verstöße gegen das Personenbeförderungsgesetz registriert. So seien Fahrer ohne Personenbeförderungsschein unterwegs gewesen. Das Verwaltungsgericht Berlin hatte am Freitag in einem Eilverfahren das Verbot für Uber im Land bestätigt.

Hohe Beteiligung an Lokführer-Urabstimmung

Bei der laufenden Urabstimmung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zeichnet sich offenbar eine große Zustimmung für einen Arbeitskampf ab. Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky sagte der „Bild“-Zeitung, die Beteiligung sei „überwältigend“. Das bedeute: „Die Mitglieder stehen voll hinter uns.“ Das Ergebnis der Urabstimmung soll kommende Woche vorliegen. Anschließend will die Gewerkschaft über Streikmaßnahmen beraten. Weselsky sagte, die GDL werde Bahnfahrer in jedem Fall rechtzeitig über Streiks informieren. Die Tarifverhandlungen zwischen Deutscher Bahn (DB) und GDL waren am Donnerstag gescheitert.

US-Justiz ermittelt gegen Commerzbank

Die US-Justiz ermittelt einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen die strengen Vorschriften zur Geldwäschebekämpfung gegen die Commerzbank. Die Untersuchung könne eine gütliche Einigung gefährden, die das Geldinstitut in einem anderen Verfahren anstrebt, hieß es. Dabei geht es um Verstoß gegen die US-Sanktionen gegen Iran und Sudan. Die Commerzbank war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Die US-Ermittler untersuchten Vorwürfe, die Commerzbank habe zu laxe Kontrollen gehabt, um Geldwäsche aufzudecken und zu verhindern. Dies habe sich zum „Knackpunkt“ für die Einigung beim Thema Sanktionsverstöße erwiesen.