Auto

Opel informiert Kunden über Sicherheitscheck

Der Autobauer Opel informiert seit Sonnabend im Internet über die dringend empfohlene Sicherheitsüberprüfung für 8000 Fahrzeuge der Modellreihen Adam und Corsa.

Auch eine Telefon-Hotline sei geschaltet worden, sagte ein Opel-Sprecher in Rüsselsheim. (http://www.opel.de/recall.html; Hotline: 069-95 30 75 51). Opel hatte am Freitagabend darüber informiert, dass bei einigen seit Mai 2014 ausgelieferten Fahrzeugen ein Teil an der Lenkung nicht den Spezifikationen entspreche.

Auf der Internetseite erklärt Opel, wie Kunden herausfinden können, ob ihr Wagen betroffen ist. Sei dies der Fall, dürften sie mit ihrem Wagen „unter keinen Umständen mehr fahren, um jegliches Risiko zu vermeiden“, warnte das Unternehmen. Opel liegen nach eigenen Angaben aber keine Informationen über Unfälle oder Verletzungen vor. Das Problem sei bei eigenen Routine-Kontrollen entdeckt worden. Das entsprechende Teil der Lenkung könne in der Werkstatt innerhalb von 30 Minuten ausgetauscht werden, sagte der Opel-Sprecher. Komme es zu Wartezeiten, kümmere sich Opel für diese Zeit um einen Ersatz. Betroffene Kunden würden auch automatisch kontaktiert. Der Opel-Mutterkonzern General Motors kämpft bereits seit Monaten mit einer der größten Rückrufaktionen in der Automobilgeschichte.

Am Freitag beorderte nun Ford in Nordamerika massenweise Autos in die Werkstätten. Der Rückruf betreffe in Nordamerika 850.000 Wagen der Marken C-Max, Fusion, Escape und Lincoln MKZ aus den Modelljahren 2013 und 2014, teilte das Unternehmen mit. Wegen möglicher Defekte an den Steuerungseinheiten bestehe die Gefahr von Kurzschlüssen. Deshalb könnten unter anderem die Airbags und Sicherheitsgurte bei einem Crash versagen.

Ford wisse aber bislang nichts von Unfällen oder Verletzungen. Ende Mai hatte das Unternehmen bereits über eine Million Autos wegen möglicher Probleme mit der Lenkung zurückgerufen.

Erst am Donnerstag hatte der drittgrößte US-Autobauer Chrysler wegen Problemen mit defekten Zündschlössern knapp 350.000 Wagen in die Werkstätten beordert. Betroffen sind demnach Jeep-Geländewagen und Dodge-Limousinen des Modelljahres 2008. Durch den Defekt kann der Zündschlüssel im schlimmsten Fall während der Fahrt in die „Aus“-Position springen, so dass der Motor ausgeht und die Bremsen versagen.