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Bremsprobleme: Renault ruft Clio- und Kangoo-Modelle zurück ++ Lebensmittel: Verbraucher fordern mehr Informationen ++ Telecolumbus: Berliner Kabelnetzbetreiber kauft 220.000 Kunden dazu ++ Wagniskapital: Brandenburg stockt Gründerfonds auf

Renault ruft Clio- und Kangoo-Modelle zurück

Der französische Autohersteller Renault ruft wegen möglicher Probleme für die Bremssysteme fast eine halbe Million Fahrzeuge zurück in die Werkstätten. Betroffen sind nach Angaben des Konzerns vom Montag die Modelle Clio IV und Kangoo 2. Renault berechnete die Wahrscheinlichkeit von Schäden mit 0,02 und 0,01 Prozent. Beim Clio könnten wegen eventuell falscher Montage der Radhausverkleidung Bremsschläuche durch Scheuern beschädigt oder Bremskolben herausgedrückt werden, hieß es. Bei Kangoo-Modellen könnte laut Renault bei der Montage die Anschlussreihenfolge am Antiblockiersystem vertauscht worden sein.

Verbraucher fordern mehr Informationen

Verbraucher wollen auf Lebensmittel-Etiketten konkrete Angaben zur Herkunft oder zu den Zutaten. Das zeigt eine Umfrage, die der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin vorstellte. 61 Prozent der Befragten wünschen sich bereits auf der Vorderseite der Verpackungen eine Zutatenliste und 78 Prozent das Mindesthaltbarkeitsdatum. Rund jeder Zweite (54 Prozent) wünscht sich Details zur Herkunft, also zum Ursprungsland oder ob die Ware „aus der Region“ kommt. Der Verbraucherverband forderte daher „eine einheitliche informative Herkunftskennzeichnung“, die bislang nur für wenige Produkte gilt, zum Beispiel für frisches Fleisch oder auch frisches Obst.

Berliner Kabelnetzbetreiber kauft 220.000 Kunden dazu

Der Berliner Kabelnetzbetreiber Tele Columbus baut vor einem möglichen Börsengang seine Geschäfte mit dem Kauf des kleineren Rivalen BMB aus dem Ruhrgebiet aus. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Von der Übernahme erhofft sich der Kabelanbieter Einsparungen etwa beim Marketing. BMB versorgt 220.000 Haushalte im Ruhrgebiet mit Kabelfernsehen, Telefon und Internet. Tele Columbus ist mit 1,7 Millionen Kunden vor allem in Ostdeutschland nach Marktführer Kabel Deutschland und Unitymedia der drittgrößte Betreiber. Das Unternehmen, das sich gerade in eine Aktiengesellschaft umgewandelt hat, bereitet sich auf den Gang an die Börse vor.

Brandenburg stockt Gründerfonds auf

Kleine technologieorientierte Firmen in Brandenburg können auf Unterstützung der Investitionsbank des Landes (ILB) hoffen. Der Frühphasenfonds sei um weitere fünf Millionen Euro auf insgesamt 25 Millionen Euro aufgestockt worden, teilten die ILB und das Wirtschaftsministerium mit. Der Fonds war 2010 aufgelegt worden. 75 Prozent der Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. Bislang wurden 18 Unternehmen unterstützt – von der Entwicklung innovativer Projekte und Produkte bis zur Markteinführung. Sie erhalten Darlehen in Höhe von bis zu einer Million Euro. 2015 soll ein neuer Beteiligungsfonds starten.