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IG Metall Berlin: Gewerkschafter wählen erstmals Frau an die Spitze ++ Konjunktur: Berliner Wirtschaftsforscher senken Prognosen ++ Internetunternehmen: Marktplatzbetreiber Scout24 prüft Börsengang ++ Fitness First: Finanzinvestor sucht Käufer für Sport-Kette ++ Siemens: Technologiekonzern kommt beim Umbau voran

Gewerkschafter wählen erstmals Frau an die Spitze

Die Politologin Regina Katerndahl ist die erste Frau in der Führung der IG Metall Berlin. Eine Delegiertenversammlung wählte die 49 Jahre alte Gewerkschaftssekretärin am Dienstagabend zur Zweiten Bevollmächtigten, wie die Gewerkschaft am Mittwoch mitteilte. Erster Bevollmächtigter ist der 65 Jahre alte Elektromaschinenbauer Klaus Abel. Beide wollen in den nächsten Jahren mindestens 2000 neue Mitglieder gewinnen. Heute sind 35.000 Mitglieder bei der IG Metall Berlin organisiert.

Berliner Wirtschaftsforscher senken Prognosen

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Konjunkturprognosen wegen der Flaute in Europa gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland werde in diesem Jahr nur um 1,5 Prozent statt der erwarteten 1,8 Prozent wachsen, teilte das Berliner Institut mit. Für 2015 wurde die Zahl auf 1,8 von 2,0 Prozent zurückgenommen. „Auch Deutschland ist vor Rückschlägen nicht gefeit“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher. „Die Risiken sind enorm, denn die Konjunktur im Euro-Raum läuft nach wie vor schleppend.“

Marktplatzbetreiber Scout24 prüft Börsengang

Die Scout24-Gruppe prüft gemeinsam mit ihren Gesellschaftern einen möglichen Börsengang. Dies teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Zum jetzigen Zeitpunkt sei aber darüber noch keine Entscheidung getroffen worden. Ende 2013 hatte die Deutsche Telekom 70 Prozent der Scout-Gruppe für 1,5 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Hellman & Friedman abgegeben. Der jährliche Umsatz von Scout24 liegt bei etwa 300 Millionen Euro. Zu Scout24 gehört unter anderem auch Immobilienscout24.

Finanzinvestor sucht Käufer für Sport-Kette

Der britische Finanzinvestor Oaktree will offenbar die sanierte Sportstudiokette Fitness First in Deutschland verkaufen. Fitness First mit mehr als 80 Klubs und rund 270.000 Mitgliedern erziele einen Umsatz von 150 Millionen Euro, berichtete die „Frankfurter Allgemeine“. Das operative Ergebnis liege in der Größenordnung von 25 Millionen Euro. Fitness First wollte keine Stellung zu dem Bericht nehmen. Die Kette in Deutschland ist ein Tochterunternehmen der britischen Fitness First Gruppe.

Technologiekonzern kommt beim Umbau voran

Siemens sieht sich bei seinem tiefgreifenden Umbau im Plan. „Ab 1. Oktober geht es in der neuen Struktur los“, sagte Siemens-Finanzvorstand Ralf Thomas. Siemens soll durch den Umbau schlanker und effizienter werden. So fällt die Einteilung des Geschäfts in die Sektoren Energie, Industrie, Medizintechnik sowie Infrastruktur und Städte weg, außerdem wird die Zahl der Divisionen reduziert. Spekuliert wird, dass der Umbau Tausende Jobs kosten könnte.